Katharina von Pommern-Stolp
* 1384 (Kopenhagen) – † 12.03.1426 (Neumarkt in der Oberpfalz) /Kloster Gnadenberg
Kinder
Ihre Anwesenheit in der Region war weit mehr als eine rein formale Verbindung zweier Adelshäuser. Katharina brachte kulturelle Impulse aus ihrer Heimat mit und engagierte sich intensiv für die Förderung religiöser Orden, insbesondere des Birgittenordens, den sie nach dem Vorbild ihrer nordischen Verwandtschaft in der Oberpfalz etablierte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann stiftete sie das Kloster Gnadenberg, ein Projekt, das ihre tiefe Frömmigkeit und ihren Wunsch nach kultureller Vernetzung widerspiegelte.
Im Kontext der Stadtgeschichte und der Genealogie der Wittelsbacher ist sie vor allem als Mutter von Christoph III. von Bedeutung, der später die Kronen von Dänemark, Norwegen und Schweden vereinte. Damit wurde sie zur Stammmutter einer Linie, welche die bayerischen Wurzeln der Wittelsbacher mit der nordischen Herrschaftstradition verknüpfte. Ihr Wirken in Residenzen wie Neumarkt oder während ihrer Aufenthalte in der Umgebung zeigt sie als tatkräftige Persönlichkeit, die sich für die Verwaltung und Verschönerung ihres Umfeldes einsetzte. Durch ihre familiären Bindungen zu den verschiedenen Linien des Hauses Bayern blieb sie ein unverzichtbares Glied in der komplexen Geschichte der Region, das die weitreichenden europäischen Verflechtungen des späten Mittelalters eindrucksvoll dokumentiert.
Katharina, Tochter Herzogs Wartislaw VII (des Jüngern) von Pommern »jenseits Colberg«),
geb. um das Jahr 1390, verm. in Kopenhagen (?) 15. Aug. 1407 *),
gest. 12. März 1426 im BrigittinenKloster Gnadenberg,
begr. erst in der Hofkirche 8. Mariae Assumptionis in Neumarkt u. von da später nach Kloster Gnadenberg transferirt. (Ihre Grabstätte befand sich vor dem Brüder-Chor, ist aber in der jetzt grossentheils zerstörten Kirche nicht mehr zu finden.)