Hedwig Eleonora Königin

Hedwig Eleonora, Königin

Haus: Schleswig Linie: Holstein-Gottorf

* 23.10.1636 (Schloss Gottorf) – † 24.11.1715 (Stockholm)

Ehen:
1. 24.10.1654 in Stockholmer Schloss · mit Karl X. Gustav
Hedwig Eleonora
Herrscher
1654 bis 1660 schwedische Königin
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Hedwig Eleonora von Schleswig-Holstein-Gottorf repräsentierte die engen dynastischen und politischen Verflechtungen zwischen den norddeutschen Fürstenhäusern und der schwedischen Krone im 17. Jahrhundert. Als Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf und der Maria Elisabeth von Sachsen wurde sie durch ihre Vermählung mit dem schwedischen König Karl X. Gustav zur zentralen Figur am Stockholmer Hof.

Ihre historische Bedeutung gründet sich insbesondere auf ihre langjährige Rolle als Regentin. Nach dem frühen Tod ihres Gemahls übernahm sie den Vorsitz in der Vormundschaftsregierung für ihren Sohn Karl XI. und übte später erneut maßgeblichen Einfluss während der Minderjährigkeit ihres Enkels Karl XII. aus. In dieser Position agierte sie als stabilisierende Kraft der schwedischen Großmachtzeit, wobei ihr politisches Handeln durch eine ausgeprägte Loyalität gegenüber dem Haus Pfalz-Zweibrücken, einer Seitenlinie der Wittelsbacher, gekennzeichnet war.

Über ihre Mutter war Hedwig Eleonora eine Enkelin des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen und stand somit in direkter verwandtschaftlicher Verbindung zu den führenden protestantischen Dynastien des Reiches. Ihr kulturelles Erbe ist untrennbar mit der Förderung des nordischen Barocks verbunden; insbesondere der Bau von Schloss Drottningholm zeugt von ihrem Anspruch als Kunstmäzenin und Repräsentantin einer europäischen Großmacht. Durch ihre diplomatische Klugheit gelang es ihr, den Einfluss des Hauses Gottorf im Ostseeraum zu wahren und gleichzeitig die dynastische Legitimität ihrer Nachkommen in einer Ära kriegerischer Auseinandersetzungen zu festigen.