Ulrika Eleonore, Königin von Schweden
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg
* 23.01.1688 (Stockholm) – † 24.11.1741 (Stockholm)
Herrscher
von 1718 bis 1720 regierende Königin von Schweden
1718 bis 1719 Herzogin von Bremen-Verden.
1718 bis 1719 Herzogin von Bremen-Verden.
Eltern
Kinder
Keine Kinder erfasst
Königin Ulrika Eleonore von Schweden markiert das Ende der absolutistischen Herrschaft im schwedischen Reich und den Übergang zum Zeitalter der Freiheit. Als Tochter Königs Karl XI. und der Ulrike Eleonore von Dänemark gehörte sie dem Haus Pfalz-Zweibrücken an, einer bedeutenden Seitenlinie der Wittelsbacher, die über mehrere Generationen den schwedischen Thron innehatte.
Nach dem kinderlosen Tod ihres Bruders Karl XII. trat Ulrika Eleonore in eine komplexe Nachfolgefrage ein. Um ihre Anerkennung durch die schwedischen Stände zu sichern, musste sie auf die weitreichenden absolutistischen Vollmachten ihrer Vorfahren verzichten und einer neuen Verfassung zustimmen, die die Macht der Krone zugunsten des Reichstages beschnitt. Ihre kurze Regierungszeit als amtierende Königin endete mit ihrer Abdankung zugunsten ihres Gemahls, Friedrich von Hessen-Kassel, wobei sie sich jedoch Mitregentschaftsrechte vorbehielt.
Durch ihre Abstammung von Pfalzgraf Johann Kasimir blieb sie zeitlebens tief im dynastischen Netzwerk der Wittelsbacher verwurzelt. Ihre Position verdeutlicht die außergewöhnliche Ausdehnung des pfälzischen Einflusses bis in den nordeuropäischen Raum. Da ihre Ehe kinderlos blieb, erlosch mit ihr die schwedische Linie des Hauses Pfalz-Zweibrücken, was den Übergang der Krone an das Haus Holstein-Gottorf einleitete. Ihr Wirken bleibt als Beispiel für den diplomatischen Ausgleich zwischen dynastischem Erbrecht und parlamentarischer Mitbestimmung in der europäischen Verfassungsgeschichte bedeutsam.
Nach dem kinderlosen Tod ihres Bruders Karl XII. trat Ulrika Eleonore in eine komplexe Nachfolgefrage ein. Um ihre Anerkennung durch die schwedischen Stände zu sichern, musste sie auf die weitreichenden absolutistischen Vollmachten ihrer Vorfahren verzichten und einer neuen Verfassung zustimmen, die die Macht der Krone zugunsten des Reichstages beschnitt. Ihre kurze Regierungszeit als amtierende Königin endete mit ihrer Abdankung zugunsten ihres Gemahls, Friedrich von Hessen-Kassel, wobei sie sich jedoch Mitregentschaftsrechte vorbehielt.
Durch ihre Abstammung von Pfalzgraf Johann Kasimir blieb sie zeitlebens tief im dynastischen Netzwerk der Wittelsbacher verwurzelt. Ihre Position verdeutlicht die außergewöhnliche Ausdehnung des pfälzischen Einflusses bis in den nordeuropäischen Raum. Da ihre Ehe kinderlos blieb, erlosch mit ihr die schwedische Linie des Hauses Pfalz-Zweibrücken, was den Übergang der Krone an das Haus Holstein-Gottorf einleitete. Ihr Wirken bleibt als Beispiel für den diplomatischen Ausgleich zwischen dynastischem Erbrecht und parlamentarischer Mitbestimmung in der europäischen Verfassungsgeschichte bedeutsam.