Margarete von Bayern
* 07.11.1456 (Amberg) – † 24.01.1501 (Heidelberg) Heidelberg /Heiliggeist
Kinder
Während der Ehe mit Philipp wurde ihr Mann zwei Jahre nach der Vermählung zum Kurfürsten erhoben, und Margarete nahm repräsentative wie gesellschaftliche Funktionen wahr, die den dynastischen Zusammenhalt zwischen Bayern-Landshut und der Pfalz stärkten. Die gegenseitige familiäre Nähe zwischen den Häusern ermöglichte nicht nur gemeinsame politische Initiativen, sondern fungierte auch als Ausgangspunkt für militärische Zusammenarbeit in späteren Auseinandersetzungen innerhalb des Reichs.
Aus dieser Ehe entstammten mehrere Kinder, darunter ein Sohn, der später als Kurfürst der Pfalz wirkte, und weitere Söhne und Töchter, die in kirchliche und regierende Positionen kamen oder durch weitere Heiraten zusätzliche Verknüpfungen zu anderen Hochadelshäusern Europas herstellten. Diese Nachkommenschaft trug wesentlich zur Fortsetzung dynastischer Linien bei und festigte die wittelsbachisch-pfälzische Verbindung über weitere Generationen.
Die familiären und politischen Netzwerke, in die Margarete von Bayern eingebettet war, spiegeln die Bedeutung ehelicher Allianzen für die Strukturierung interdynastischer Beziehungen im spätmittelalterlichen Heiligen Römischen Reich wider, insbesondere in Bezug auf territoriale Sicherung, konfessionelle Orientierung und langfristige Machtverflechtungen zwischen Fürstentümern.
Margarethe, geb. in Amberg am 7. Nov. 1456, verm, daselbst 17. April 1474 mit dem nachmaligen Kurfürsten Philipp von der Pfalz (verlobt 23. Febr. gl. J.), gest. in Heidelberg 24/25. Jan. 1501, begr. daselbst bei h. Geist.