Ruprecht III., Pfalzgraf bei Rhein
* 05.05.1352 (Amberg) – † 18.05.1410 (Burg Landskron in Oppenheim) Heidelberg /Hl. Geist
1400 - 1410 römisch-deutscher König im Heiligen Römischen Reich
Kinder
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Ruprecht Pipan Kurprinz von der Pfalz
(1375–1397)
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Friedrich (1377–1401)
(1377–1401)
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Ludwig III. der Bärtige Kurfürst von der Pfalz
(1378–1436)
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Agnes
(1379–1401)
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Elisabeth von der Pfalz Titularherzogin
(1381–1408)
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Johann von Pfalz-Neumarkt-Neunburg die Hussitengeißel Pfalzgraf
(1383–1443)
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Stefan Pfalzgraf bei Rhein
(1385–1459)
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Otto I. von Pfalz-Mosbach
(1390–1461)
Nach dem Tod seines Bruders Georg trat Richard jedoch in den weltlichen Stand zurück, um die Nachfolge im Fürstentum Simmern anzutreten. In den dynastischen Aufzeichnungen wird er als ein Regent geschildert, der den Übergang zur Reformation in seinen Landen mit großer Besonnenheit vollzog. Trotz der konfessionellen Spannungen innerhalb der verschiedenen Wittelsbacher Linien bewies er diplomatisches Geschick und sicherte die Stabilität seines Territoriums in einer Ära tiefgreifender Umbrüche.
Innerhalb des Stammbaums repräsentiert Richard die Flexibilität und den Pragmatismus des Hauses Wittelsbach. Sein Wechsel von der klerikalen zur weltlichen Macht zeigt, wie eng die familiären Interessen mit der Besetzung von Ämtern verknüpft waren, um den Fortbestand und den Einfluss der Dynastie zu garantieren. Da er ohne männliche Erben verstarb, fiel sein Erbe an die kurfürstliche Linie zurück, was die Bedeutung der Simmerner Nebenlinie für das gesamte Haus nochmals unterstreicht. Er bleibt als ein weitsichtiger Landesvater in Erinnerung, der das kulturelle und religiöse Erbe der Pfalz in einer schwierigen Phase des Wandels bewahrte.
Ruprecht III, vom 6. Jan. 1398 — 18. Mai 1410. Beinamen; Praejunior Minimus, der Jüngere Jüngste; Justinianus Justus Rigorosus, der Gerechte; Clemens, Klem *) der Milde Gütige Gnädige; Parvus, der Kleine;
geb. zu Amberg am 5. Mai 1352; erwählt zum deutschen König in Rense am 21. Aug. 1400;
gekrönt in Köln am 6. Jan. 1401;
gest. auf Schloss Landskron bei Oppenheim am 18. Mai 1410;
begr. zu Heidelberg bei hl. Geist. (Grabstein im Chor daselbst.) s)