Christian Haeutle
| Geboren | 26. 5. 1826 [Affing in Oberbayern] |
|---|---|
| Gestorben | 22. 8. 1893 [München] |
| Beruf | Historiker |
Christian Haeutle war ein bayerischer Archivar und Historiker, der sich besonders mit der Geschichte des Hauses Wittelsbach und der Münchner Residenz beschäftigte.
Als Sohn eines Patrimonialrichters wuchs er in einer kinderreichen Familie auf. Nach dem Besuch der Gymnasien in Neuburg und München studierte er ab 1844 Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität. 1850 trat er in den bayerischen Archivdienst ein und promovierte 1857 zum Doktor der Rechte. Nach Tätigkeiten in München und Bamberg wurde er 1877 zum Reichsarchivrat in München ernannt.
Zu seinen bedeutendsten Veröffentlichungen gehören die 1870 erschienene „Genealogie des erlauchten Stammhauses Wittelsbach“ und die 1883 veröffentlichte „Geschichte der Residenz in München von ihren frühesten Zeiten bis herab zum Jahre 1777“.
Haeutle engagierte sich außerdem intensiv im Historischen Verein von Oberbayern, dem er seit 1853 angehörte und dessen Vorsitzender er von 1889 bis 1891 war. Er verfasste zahlreiche historische Aufsätze und hielt Vorträge.
Seit 1852 war er mit Hildegard Marold verheiratet. Das Ehepaar hatte vier Kinder. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München, Gräberfeld 37, Reihe 1, Platz 20.
Grabstätte

† 22.8.1893 (München)



