1879 Fernberg
DREIMÜHLENSTRASSE. Von den n a h e g e l e g e n e n 3 M ü h l e n am Dreimühlenbache so genannt.
1880 Adressbuch
Drei seit ältester Zeit bestehende Mühlen am gleichnamigen Bache liegen in dieser Straße, welche früher „obere Kaibmühl-“ auch „Sandstraße“ hieß: die „Kaibl- (Kälbl-?, Kölbl-?)mühle“, einst als Hof urkundlich schon 1289 der „Schwalbenstein“ genannt (und von Jakob Balde in einer Ode besungen), später auch der Errichtung einer Mühle „Schwalbensteinmühle“ und seit 1468 „Ruchsmühle“ geheißen; die „Au-“ auch „Mittermühle“ und die „Bruder-“ ehedem „Ekolsmühle“ (nach dem Personennamen Egilolf). Die Straße ist jetzt der Simbach-Braunauer-Eisenbahn wegen bei der Kaiblmühle abgesperrt, obwohl sie noch längs des Dreimühlenbaches fortzieht.
Zweigt südlich des Kapuzinerklosters bei der Vereinigung des Dreimühlenbaches mit dem Glockenbache von der Staubstraße in südwestlicher Richtung ab und zieht sich, an den drei Mühlen (Oberkaibl-, Papier- und Brudermühle) vorüber, nach Thalkirchen.
1894 Rambaldi
132.Dreimühlenstraße.Zweigt südlich des Kapuzinerklosters von der Staubstraße in südwestlicher Richtung ab und zieht sich bis zur Oberkaiblmühle sie zweigt sodann von der Thalkirchnerstraße bei den städtischen Lagerhäusern wiederholt links ab und geht in einem Bogen an der Papier- und Brudermühle vorüber zur Thalkirchnerstraße zurück. Drei seit ältester Zeit bestehende Mühlen am »Dreimühlenbache« liegen in dieser Straße, welche früher »obere Kaiblmühl« auch »Sandstraße« hieß, nämlich: die »Kaibl- (Kälbl-?, Kölbl-?) Mühle«, (Haus Nr. 2), einst als Oekonomiegut urkundlich 1289 unter dem Namen Schwalbenstein *) als Eigentum des Klosters
Schäftlarn bekannt, später nach Errichtung einer Mühle »Schwalbensteinmühle«, kam 1463 unter dem Namen ,,Ruchsmühle« in den Besitz der Herzoge von Bayern, und wurde im Jahre 1566 von
Herzog Albrecht v. der Stadt geschenkt. Jakob Balde hat sie in einer Ode besungen. Die »An-, auch Mittermühle« (Haus Nr. 3), infolge eines Gnadenbriefes des Kaisers Ludwig v. J. 1331 von dem Angerkloster als Mahl- und Sägemühle erbaut, im J.1577 von der Stadt erkauft und im J. 1667 in eine Papiermühle umgewandelt, zur Zeit im Besitze der »Wollfilzmanufaktur München. Die »Ekolfs-
mühle« (nach dem Personennamen Egilolf), gleichfalls schon 1289 bestehend, später und heute noch die ,,Brudermühle« genannt, gehörte gleichfalls dem Angerkloster und wurde 1577 an die Stadt verkauft. Letztere wird vom Magistrate zur Zeit nur mehr als Stadel benützt und in nächster Zeit abgebrochen, womit dann wieder ein Stück Alt-Münchens verschwindet.
*) Oberb. Archiv XI, 224.1943 Adressbuch
3 seit ältester Zeit bestehenden Mühlen am gleichnamign Bach lagen früher in dieser Straße: Kaibl-, Au- und Brudermühle.
Zweigt hinter dem Kapuzinerkloster von der Isartalstraße ab, kreuzt die Ehrengutstraße und zieht an der Reifenstuehlstraße vorbei zur Lagerhausstraße.
1965 Baureferat
Dreimühlenstraße: Nach den drei Mühlen (Kaiblmühl e, Au- oder Mittermühle , Ekolfsoder Brudermühle ), die früher an dieser Straße lagen . *vor 1894