Maddalena Visconti Herzogin von Bayern-Landshut

Maddalena Visconti, Herzogin von Bayern-Landshut

Haus: Visconti

* 1366 – † 24.08.1404 (Burghausen) Raitenhaslach /Kloster Raitenhaslach

Ehen:
1. 02.09.1381 in Landshut · mit Friedrich
Maddalena Visconti
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Maddalena Visconti entstammte der Mailänder Dynastie der Visconti und verband durch Heirat das italienische Herrscherhaus mit dem wittelsbachischen Zweig in Niederbayern. Als Tochter eines der prägenden Herren von Mailand wuchs sie in einem Netz von politischen und familiären Allianzen auf, die im Spätmittelalter überregional verknüpft waren. Durch ihr Ehebündnis mit einem Herzog aus der Linie der Wittelsbacher wurde sie zur konsortialen Leitfigur im Teilherzogtum Bayern-Landshut und trug somit zur dynastischen Verknüpfung zweier bedeutender Adelsfamilien bei.

Aus dieser Ehe gingen mehrere Kinder hervor, darunter eine Tochter, die in eine weitere bedeutende Fürstenfamilie einheiratete, und ein Sohn, der die Herrschaftsrechte im Landshuter Teilherzogtum fortführte. Die politische Stellung und Mitgift, die sie in die Ehe einbrachte, spiegeln die damals übliche Praxis dynastischer Heiraten wider, durch die territoriale und familiäre Interessen koordiniert wurden.

Nach dem Tod ihres Gemahls blieb sie in der politischen Landschaft des Herzogtums präsent; die Vormundschaft und die Regentschaftsverhältnisse für ihren Sohn werden in zeitgenössischen Quellen als umstritten und von den familiären Verhältnissen geprägt beschrieben. Die Ehe und ihre Nachkommen wirkten langfristig auf die konfessionellen und politisch-territorialen Entwicklungen im süddeutschen Raum des späten 14. und frühen 15. Jahrhunderts.
Häutle – Genealogie der Wittelsbacher (1870)

Magdalena, Tochter Herzogs Barnabas Visconti von Mailand, geb. um 1366 (?), verm. in Landshut 2. Sept. 1381, gest. in Burghausen, 24. August 1404, begr. im Cisterziens. Kloster Raitenhaslach. (Plafond-Gedenktafel rechter Hand daselbst.)