Amalia von Sachsen, Herzogin von Bayern-Landshut
* 04.04.1436 (Meißen) – † 19.11.1501 (Rochlitz) Meißen /Dom
Kinder
In ihrer Rolle als Herzogin von Bayern-Landshut zeichnete sich Amalia durch ein hohes Maß an Souveränität und Frömmigkeit aus. Während der Abwesenheit ihres Gemahls übernahm sie wiederholt administrative Aufgaben und wirkte als stabilisierende Kraft innerhalb der herzoglichen Residenz. Besondere historische Bedeutung erlangte sie durch die Ausrichtung der „Landshuter Hochzeit“, die als eines der prächtigsten Feste des ausgehenden Mittelalters in die Annalen einging und den immensen Reichtum sowie den dynastischen Anspruch der Linie Bayern-Landshut demonstrierte.
Nach dem Tod ihres Ehegatten zog sie sich auf ihren Wittumssitz Schloss Rochlitz in Sachsen zurück. Dort entfaltete sie eine rege Bautätigkeit und transformierte die Anlage in eine repräsentative Residenz. Ihre Herrschaft in Rochlitz war geprägt von einer klugen Finanzpolitik und der Förderung kirchlicher Institutionen. Amalia von Sachsen gilt als Beispiel für eine spätmittelalterliche Fürstin, die den Übergang von der rein repräsentativen Mitregentin zur eigenverantwortlichen Verwalterin ihres Witwengutes vollzog und dabei sowohl die bayerische als auch die sächsische Landesgeschichte nachhaltig beeinflusste.
Amalia, Tochter des Kurfürsten Friedrich II (des Sanftmüthigen) von Sachsen, geb. in Meissen am 13. April 1435, verl. in Landshut 18. April 1450, verm. daselbst 21. Febr. 1452 *), gest. in Rochlitz 18. Nov. 1502s), begr. im Dome zu Meissen. (Messing-Grabplatte mit Inschrift.)4*