Geschichte der Straßenbenennungen in München

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1922
Der „Deutsche Städtetag“ gibt eine Anregung der „Deutschen Kolonialgesellschaft“ weiter, „den Städten zu empfehlen, geographische Namen aus den deutschen Schutzgebieten zur Benennung von Straßen und Plätzen zu verwerten“.
1925
Im 28. Stadtbezirk“ [= Gern] werden die Straßen „Togostraße“, „Kamerunplatz“, „Dar-es-Salaam- Straße“, Tsingtaustraße“, „Sansibarplatz“ und „Samoaplatz“ nach den Kolonialgebieten benannt.
1933

Die Nationalsozialisten beschließen die Errichtung eines Kolonialsviertel in Bogenhausen und Trudering

Der Hauptauschuss des Stadtrates beschließt die ersten Umbennungen von Straßennamen die nach jüdischen Personen benannt sind.

1934

Der Stadtrat beschließt in Moosach Straßen nach Bergsteigern zu benennen

1939

Neue Verordnung: Die Umbennung der Straßen bedarf der Zustimmung des Beauftragten der Partei.

Die Straßenbenennungen werden durch einen Erlaß des Reichsinnenministeriums als kriegsunwichtig eingestuft und sind zur Vereinfachung der Verwaltung völlig einzustellen. Der Angriff auf Polen fand zwei Tage später statt.

Der Stadtrat beschloß, dass die Straßen der Siedlung am Harthof nach Personen benannt werden sollen, die sich im Ausland um das Deutschtum verdient gemacht hatten

1944

Die Akten-Unterlagen des früheren Referates 7 über die Neu- und Umbennnung der Straßen wurden im Dezember 1944 bei der Zerstörung des Verwaltungsgebäudes, Kaufingerstraße 23, durch Fliegerangriff restlos zerstört.

1945

Die Straßen die seit 1933 aus politischen Gründen benannt wurden, erhalten wieder ihre alten Namen.

Oberbürgermeister Karl Scharnagl muss eine Aufstellung der Straßen und Plätze bis zum 4. Juli 1945 vorlegen, deren Benennung mit dem Dritten Reich in Verbindung stehen, vorlegen. Ebenso sind Vorschläge zu deren Umbenennun zu erstellen.

1946
Folgender Beschluß wurde gefasst: Straßen, die deutsche Siege im Feindesland nach dem 1.8.1914 verherrlichen oder in ihrer Erinnerung wach halten, durch geeignte andere Namen zu ersetzen; Straßen, die nach verdienten Soldaten, die in anständiger Weise gehandelt haben und deren Taten nicht vo…
1952

Stadtratsbeschluß: „Für die Straßenbenennungen im Regierungslager für heimatlose Ausländer werden für Ausländer leicht verständliche Namen von Edelmineralien verwendet.“

1965
Münchens Straßennamen

Herausgeber: Baureferat der Landeshauptstadt München

1971
Von der Deutschen Friedensgesellschaft-Internationale der Kriegsgegener e.V. wurde angeregt, die im 32. Stadtbezirk befindlichen Von-Trotha-Straße, Von-Erckert-Straße bzw. Platz, Von-Gravenreuth-Straße, Von-Hedebreck-Straße umzubenennen, da sie an Krieg und Kolonialismus erinnern. Umbenennung wir…
1992