Karl XI. König von Schweden

Karl XI., König von Schweden

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Zweibrücken

* 24.11.1655 (Stockholm) – † 05.04.1697 (Stockholm) Stockholm /Riddarholmskirche

Ehen:
1. 1680 · mit Ulrike Eleonore
Karl XI.
Herrscher
1660 bis 1697 König von Schweden
1681 bis 1697 als Karl I. auch Herzog von Pfalz-Zweibrücken
Karl XI. von 1660 bis 1697 Herzog des Herzogtums Bremen-Verden
Eltern

Kinder

König Karl XI. von Schweden markiert eine entscheidende Zäsur in der schwedischen Großmachtzeit und der dynastischen Geschichte des Hauses Pfalz-Zweibrücken, einer bedeutenden Seitenlinie der Wittelsbacher. Als Sohn Königs Karl X. Gustav und der Hedwig Eleonora von Schleswig-Holstein-Gottorf vereinte er das Erbe der pfälzischen Wittelsbacher mit nordeuropäischen Machtansprüchen.

Seine Regierungszeit war durch die Etablierung des Absolutismus in Schweden und die Durchführung der sogenannten „Großen Reduktion“ geprägt, bei der Kronländereien vom Adel zurückgefordert wurden, um die Staatsfinanzen zu stabilisieren. Außenpolitisch agierte er nach den kriegerischen Auseinandersetzungen im Nordischen Krieg vermehrt als Friedensfürst, der die territoriale Integrität des schwedischen Reiches im Ostseeraum sicherte.

Durch seine Vermählung mit Ulrike Eleonore von Dänemark festigte er das skandinavische Bündnissystem. Als Enkel des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Zweibrücken-Kleeburg blieb Karl XI. stets in das wittelsbachische Verwandtschaftsnetzwerk eingebunden, was sich auch in seiner Unterstützung für die pfälzischen Verwandten während des Pfälzischen Erbfolgekrieges widerspiegelte.

Innerhalb der dynastischen Kontinuität sicherte er den Thron für seinen Sohn Karl XII. Sein Wirken transformierte Schweden von einem kriegführenden Expansionsstaat hin zu einer administrativ gefestigten europäischen Großmacht, wobei die pfälzische Herkunft der Dynastie als wesentliches Element der Herrschaftslegitimation gegenüber den anderen europäischen Fürstenhäusern fungierte.