Johann II., Herzog von Bayern-München
* 1341 – † 08.08.1397 (München) München /Frauenkirche
1392 Herzog von Bayern-München
Kinder
-
Johannes III. Grünwald
(1392–1452)
unehelich
Nach dem Tod seines Vaters regierte Johann zunächst gemeinsam mit seinen Brüdern Stephan III. und Friedrich. Innerhalb dieser Form der gemeinsamen Herzogsherrschaft war er zeitweise mitverantwortlich für die Verwaltungsterritorien des Hauses, wobei Oberbayern und Niederbayern aufgeteilt waren und sich immer wieder politische Spannungen zwischen den Linien ergaben. 
Im späten 14. Jahrhundert setzte Johann auf eine eigenständige Herrschaft innerhalb der wittelsbachischen Teilungen und trieb die endgültige Teilung des Herzogtums voran, wodurch er das Herzogtum Bayern-München etablierte. Diese Dreiteilung eröffnete ihm und seinen Nachkommen die Möglichkeit, München als Zentrum ihrer Herrschaft auszubauen und politisch gestärkt aufzutreten. 
Johanns Lebenswirklichkeit war geprägt von dynastischer Kooperation und Konkurrenz zugleich. In Auseinandersetzungen mit seinen Brüdern um Landesteilung und Macht hatte er ebenso seinen Anteil wie in innenpolitischen Spannungen, etwa im städtischen Umfeld Münchens. Seine Ehe mit Katharina von Görz führte zu mehreren Kindern, die später die münchner Linie der Wittelsbacher weiterführten und so das Erbe ihres Vaters im 15. Jahrhundert sicherten. 
Regiert gemeinschaftlich mit seinen beiden ältern Brüdern Stephan III und Friedrich in den vom Vater hinterlassenen Ge bietstheilen vom 19. Mai 1375 bis zum 29. Sept. gl. Jahres. An diesem Tage trat Otto V der ehemal. Kurfürst von Branden burg mit ihnen für sein Land :tVor dem Walde« in gemeinschaftl. Regierung bis zur Siebenten Bayerischen Landestheilung vom 24. März 1376,
Achten Bayerischen Landestheilung vom 19. Novembe:r 1392, nach welcher Herzog Stephan einen Theil von Oberbayern mit der Hauptstadt Ingolstadt und einige oberpfälzische Orte (Linie ßayern lngolstadt), Herzog Friedrich das gesammte Landshutar-Nieder land (Linie Hayern- Landshnt), unser Johann II abet die andere Hälfte von Oberbayern mit München und den Rest der oberpfälzischen Besitzungen (Linie Bayern-München) erhielt. Bier regierte Johann II vom 19. Nov. 1392 bis zum 15. Nov. 1395, an welchem Tage Johann und Stephan III ihre Länder theile wieder zusammenwarfen. Es dauerte jedoch die hiedurch hervorgerufene gemeinschaftliche Regierung Johann's II und Stephan's III nur bis zum 8. Aug. 1397, wo der Erstere starb.
Beinamen: der Gottseelige der Sanftmüthige; Monacensis; g e b. um 1341 ;
gest. in München am 8. Aug. 1397; 1)
begr. daselbst bei U. L. Frau.