1879 Fernberg
Tumblingerstraße. Bis vor wenigen Jahren war in München alljährlich der sogenannte Metzgersprung üblich, ein derber Fastnachtsscherz, der am Brunnen vor dem Rathause sich abspielte und von den Figuren dieses Brunnens versinnlicht wird. Ein Metzgermeister Tumblinger soll in alter Zeit als Zunftmeister diese Sitte nach München verpflanzt haben.
1880 Adressbuch
Z. E. a. ein altes Münchner Geschlecht, das früher (1316 und 25) zu Ingolstadt als „Dömlinger“ und „Thömlinger“, urkundlich auftritt; ereits 1344 war hier ein Konrad Tumblinger als siegelmäßiger Bürger ansässig. Später erscheint die Familie wieder als „Tömmlinger“ und zählte einen Schützenmeister, mehrere Aerzte u. s. w. zu ihren Mitgliedern, besonders aber den Zunftmeister der Metzger Michael Tumblinger. Doch ist es eine ganz unverbürgte Sage, daß letzterer auf Grund eines kaiserlichen Privilegiums 1426 in München den Metzgersprung einführte, da dieser weit ältere Gebrauch, gleichwie auch der Schäflertanz, vermuthlich infolge der Pestzeiten 1463 oder 1517 nur neu wieder auflebte. Die Straße trägt ihren Namen seit 1. Jan. 1877.
1894 Rambaldi
669. Tumblingerstraße. Geht von der Maistraße über den
Kapuzinerplatz an der Adlzreiter-, der Zenettistraße, dem Zenetttplatz
und der Schillellerstraße vorüber zum Südbahnhofe an der Viehhofstraße. Zur Erinnerung an den Zunftmeister der Metzger, Michael
Tumblinger, der nach einer unverbürgten Sage auf Grund eines kaiserlichen Privilegiums 1426 in München den Metzgersprung eingeführt
haben soll *). Die Straße trägt ihren Namen seit 3. August 1876, resp. 1. Jan. 1877..
cfr. Dr. August Hartmann, Metzgersprung und Gildentaufe, Beilage zur Allgemeinen Zeitung 1893 Nr. 44.1965 Baureferat
Tumblingerstraße: Michael Tumblinger, Metzger und Zunftmeister, soll nach einer unverbürgten Sage aufgrund eines kaiserlichen Privilegs 1426 in München den Metzgersprung eingeführt haben. *1877