Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
lng: 11.566784, lat: 48.088858 | Position | KGP |
München-Giesing * Zwischen 1753 und 1761 wird die Harlachinger Anna-Kirche umfassend erneuert. Dabei bleibt die äußere Gestalt vergleichsweise schlicht und erinnert weiterhin an eine romanische Dorfkirche, insbesondere durch den massiven Turm.
Im Inneren wird der Kirchenraum im Stil des Rokoko gestaltet, der durch Leichtigkeit, Eleganz und reiche Ornamentik gekennzeichnet ist. Stuckverzierungen, geschwungene Formen und helle Farbgebung prägen das Erscheinungsbild. Die Deckenfresken sowie der Hochaltar bilden die künstlerischen Höhepunkte.
Im Zentrum des Hochaltars steht weiterhin das Gnadenbild der „Anna selbdritt“, das den spirituellen Kern der Kirche darstellt. Es verbindet die kunsthistorische Ausstattung mit der religiösen Funktion als Wallfahrtsort.
München-Giesing * Nachdem die Pfarrei Unterbiberg aufgelöst worden ist, kommt Harlaching in die Pfarrei Neudeck in der Au.
München-Giesing * Harlaching wird der Pfarrei Heilig-Kreuz in Giesing einverleibt.
München-Giesing * Das St.-Anna-Bündnis wird vom Hieronymiten-Kloster im Lehel nach Harlaching übertragen. Damit verlagert sich die organisierte Verehrung der heiligen Anna aus der Stadt in den Wallfahrtsort - ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung von St. Anna in Harlaching.
Das Bündnis ist eine Vereinigung mehrerer Bürger aus München mit der Intention, „dass durch die Fürbitte der hl. Mutter Anna die größten Sünder sollten bekehrt werden“.
München-Giesing * Das Pfarramt Unterbiberg bittet das Ordinariat, dass während des St.-Anna-Dreißigers - der von vielen Menschen aus der Stadt besucht wird - an bestimmten Tagen unter der Woche das Allerheiligste ausgesetzt werden und zu bestimmten Zeiten der sakramentale Segen gespendet werden darf, so wie es auch in anderen Kirchen, etwa in Ramersdorf, Thalkirchen oder der Lorettokapelle in Berg am Laim üblich ist.
München-Giesing * Im Zusammenhang mit der Christianisierung und Besiedlung des Isarraumes sowie mit dem Einfluss geistlicher Institutionen wie dem Kloster Tegernsee entsteht im damaligen Dorf Hadelaichen [= Harlaching] eine erste kleine Kirche. Sie wird erstmals im Jahr 1163 genannt.
München-Giesing * Die Kirche zu Harlaching wird urkundlich als Filialkirche der Pfarrei Unterbiberg erwähnt. Sie dient der lokalen Bevölkerung als religiöser Mittelpunkt.
München-Giesing * Eine entscheidende Entwicklung für die Kirche zu Harlaching setzt ein, als das Gnadenbild der „Anna selbdritt“ entsteht. Es zeigt die heilige Anna gemeinsam mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind und wird zum Zentrum wachsender religiöser Verehrung. Die Kirche entwickelt sich dadurch zu einem Wallfahrtsort.
München-Giesing * Der Anna-Tag ist der wichtigste Wallfahrtstag für die Anna-Kirche in Harlaching. Es werden spezielle Gottesdienste und Andachten abgehalten.
München-Giesing * Die heilige Anna wird erstmals ausdrücklich als Patronin der Kirche zu Harlaching genannt.
München-Giesing * Die Harlachinger Anna-Kirche wird im Dreißigjährig Krieg von schwedischen Truppen geplündert. Die Wallfahrt kommt zum Erliegen.
Der anschließende Wiederaufbau sichert zwar das Fortbestehen der Kirche, leitet aber noch keine grundlegende stilistische Veränderung ein.
München-Giesing * Die Anna-Kirche in Harlaching wird das Sanctissimum [= Allerheiligstes] wieder eingerichtet.
München-Giesing * Der „Sankt-Anna-Dreißiger“ findet in der Anna-Kirche in Harlaching statt. Papst Innocenz XII. gewährt dazu einen vollkommenen Ablass auf sieben Jahre. Die Andachten werden durch die Paulaner in der Au besorgt.
München-Giesing * Die Anna-Kirche in Harlaching geht in den Besitz der Wittelsbacher über. Sie erhält damit eine politische und religiöse Bedeutung.
München-Giesing * Die Harlachinger Anna-Kirche besitzt drei Altäre, sodass das Sanctissimum [= Allerheiligstes] eingesetzt wird und der Pfarrer von Unterbiberg wöchentlich zwei Mal Gottesdienst hält.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird auf einer Bühne das Theaterstück „Die Maibraut“ von Ernst von Wolzogen aufgeführt. Um eine Naturbühne zu errichten, musste man am Harlachinger Hang eigens Erdmassen aufschütten. 2.000 Zuschauer finden in dem Freilufttheater Platz und können der Hellabrunner Uraufführung beiwohnen. 200 Personen wirken bei der Aufführung auf der Bühne mit. Der Ort des Geschehens ist ein germanischer heiliger Hain.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird das Dschungelzelt eröffnet.
München-Giesing * Nach einer rund vierjährigen Sanierung wird die neu gestaltete Dschungelwelt im Tierpark Hellabrunn offiziell wiedereröffnet.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird die Humboldtpinguin-Anlage eröffnet.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird die Eisbärenanlage - die größte Europas - eröffnet.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn werden das Polarium und die Freianlagen für Robben eröffnet.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird die Polarwelt eröffnet.
München-Giesing * Die Gebrüder Achleitner geraten bei Hochwasser mit ihrem Floß an den Schleusensteg, mit dem der Zufluss zum Auer Mühlbach geregelt wird, sodass das Floß zerbricht und die beiden schwerverletzten Fergen im reißenden Wasser treiben. Im letzten Moment können sie sich noch an einem der aus dem Wasser ragenden Pfosten festklammern. Im Angesicht des Todes schwören sie, der „heiligen Jungfrau“ eine Kapelle zu erbauen. Doch das Gelübde führen sie nie aus.
München-Giesing * Die Marienklause ist baufällig, muss gesperrt und soll aus Sicherheitsgründen sogar abgerissen werden. Die Stadt München entscheidet jedoch, die Kapelle in gleicher Form am selben Ort neu zu errichten - diesmal stabiler gebaut. Die Votivtafeln werden währenddessen aufbewahrt und später wieder angebracht. So bleibt die Klause als Ort der Andacht und Besinnung erhalten.
München-Giesing * Erst fünfzig Jahre, nachdem die Gebrüder Achleitner im Angesicht des Todes schwörten, der „heiligen Jungfrau“ eine Kapelle zu erbauen, errichtet der Sohn eines der Flößer, Martin Achleitner, die Marienklause.
Auch er, der seinen Dienst als Wasserbaumeister und Aufseher am Wehr des Auer Mühlbachs ausführt, verlobt sich der Gottesmutter für „öftere Errettung aus Hochwasser- und Felssturzgefahr“.
In den Jahren 1865/66 errichtet er hinter dem einsam gelegenen Schleusenwärterhäuschen die Marienklause, eine kleine Kapelle aus Holz und Grottenwerk mit einem Türmchen, in deren Altarraum sich eine Marienfigur befindet.
Die Kapelle ist einerseits von den Hochwasserfluten der Isar, andererseits von Felsstürzen des Nagelfluhsteilhangs bedroht. Eng an den Isarsteilhang geschmiegt, von Bäumen, Sträuchern und Büschen schützend umgeben, ist die Kapelle den direkten Blicken entzogen.
Die Marienklause ist weniger „Kunstwerk“, sondern eher ein authentisches Stück Alltagsgeschichte der Isararbeiter.
München-Giesing * Ein riesiger Nagelfluhfelsen löst sich vom Steilhang und donnert verhängnisvoll nach unten, doch sowohl die Kapelle als auch das Wohnhaus - wie durch ein Wunder - unversehrt.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn werden das Riesenschildkrötenhaus und das Insektarium eröffnet.
München-Untergiesing * Im Tierpark Hellabrunn wird die einhundert Jahre alte Kuppel des Elefantenhauses gesprengt. Das Ammoniak im Urin der Tier hat dem byzantinischen Kuppelbau aus dem Jahr 1914 so zugesetzt, dass er bereits 2010 wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt werden musste.
Jetzt soll das Ensemble saniert und originalgetreu wieder aufgebaut werden. Dabei soll es mehr Platz für die Tiere geben.
München-Giesing * Das „Dickhäuterhaus“ im Tierpark Hellabrunn kann - kurz nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs - eröffnet werden. Es ist - orientiert an der zeitgenössisch beliebten Orientmode - im maurischen Stil errichtet worden. Auf seinen Mauern ruht die erste freitragende Beton-Glaskuppel der Welt.
Bewohnt wird das „Dickhäuterhaus“ von Elefanten, Nashörnern, Flusspferden und Tapiren.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird das Elefantenhaus eröffnet.
München-Giesing * Das „Affenland“, das heute als Pavianfelsen erhalten geblieben ist, sowie das Afrikahaus für Zebras, Strauße, Antilopen und Kamerun-Schafe wird im Tierpark Hellabrunn eröffnet. Im Elefantenhaus befinden sich inzwischen acht Elefanten, vier Giraffen und sechs Flusspferde. Mit seiner Freianlage ist das Gelände zur „größten Elefanten-Freianlage der Welt“ geworden.
Es gibt aber auch einen Haustiergarten, der für viele Stadtkinder exotischere und unbekanntere Geschöpfe zu bieten hat als das Affenland oder das Afrikahaus.
München-Giesing * Rechtzeitig vor dem Winter wird im Tierpark Hellabrunn
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird das Natur- und Artenschutzzentrum eröffnet.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird die Welt der kleinen Affen eröffnet.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird die Orang-Utan-Halle wiedereröffnet und das Hellabrunner Mühlendorf seiner Bestimmung übergeben.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird das Orang-Untan-Paradies eröffnet.
Tierpark Hellabrunn * Mit dem ersten Spatenstich beginnen die Arbeiten für das im künftigen Parkteil Europa des Tierparks Hellabrunn gelegene Mühlendorf.
Tierpark Hellabrunn * Das Richtfest für das im künftigen Parkteil Europa des Tierparks Hellabrunn entstehende Mühlendorf findet statt.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird das Selbstbedienungs-Restaurant eröffnet.
München-Giesing * Dort, wo zuvor im Tierpark Hellabrunn der Haustiergarten gelegen ist, wird die Menschenaffenstation eröffnet, die allerdings erst bis 1938 fertiggestellt wird. Es ist das damals „größte Menschenaffenhaus der Welt“.
Die Kinder erhalten ein Streichelgehege.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird das Urwaldhaus eröffnet.
München-Giesing * Nach zehnjähriger Pause kommen wieder neue Tiere aus dem Ausland nach Hellabrunn. Die ersten Ankommenden sind über 300 Fische aus Brasilien und Westafrika für das Aquarium.
München-Giesing * Die Abteilung für Wasser- und Brückenbau der Stadt München übernimmt das Schleusenwärterhaus der Auer Wassergenossenschaft. Es besteht aus dem Wohnhaus, einem Wachgebäude, dem Werkstattgebäude, einem Gartenhaus und einem Schuppen. Die kleinen Bauten liegen zwischen der Einlassschleuse des Auer Mühlbaches und der Marienklause.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn kann
Giesing * Leibmedikus Johann Joseph Perger, der Eigentümer des Adelssitzes Siebenbrunn, stirbt.
München-Giesing * Die Stadt schreibt einen Wettbewerb für den Neubau des Marienklausenstegs aus. 21 Teams reichen Entwürfe ein. Gefordert ist eine zeitgemäße Konstruktion und eine schonende Einbindung in die Flusslandschaft unter Erhalt des wertvollen Baumbestands. Zudem müssen wasserbauliche und nutzungsbezogene Vorgaben berücksichtigt werden.
München-Giesing * Der neue Marienklausensteg wird der Öffentlichkeit übergeben. Eine einfache, gerade Verbindung hat den Planern nicht gereicht: Die Brücke wird zweimal fast rechtwinklig abgewinkelt. Diese Konstruktion erfordert einen deutlich massiveren und längeren Betonpfeiler als bei den übrigen Stützen.
Die 120 Meter lange Brücke aus Stahl, Beton und Eichenbohlen kostet rund 3,5 Millionen D-Mark und besteht aus 18 großen Bauteilen. Ein 35 Meter langer Stichsteg führt zu einer kleinen Aussichtsplattform. Anfangs ist dieser Steg jedoch zu schwach konstruiert und gerät beim Betreten in starke Schwingungen. Eine provisorische Holzstütze schafft Abhilfe.
Kurios: Noch vor der Nutzung überquerte die Clownin Antoschka vom Russischen Staatszirkus die Brücke - mit ihrem Kater auf der Schulter. In Russland gilt es als Glücksbringer, wenn Katzen neue Bauwerke zuerst betreten, um böse Geister zu vertreiben.
München-Giesing * Die längslaufenden Holzträger des Marienklausenstegs sind derart stark verfault, dass sie durch Stahlprofile ersetzt werden müssen. Durch dieses Provisorium entsteht ein Metallmix aus Holz, Stahl und Beton und gibt der Brücke ein äußerst merkwürdiges Aussehen.
Giesing * Siebenbrunn wird unter seinen neuen Eigentümer, Johann Joseph Perger, Leibmedikus des Kurfürsten Max III. Joseph, selbstständiger adeliger Sitz „mit der Jurisdiktion soweit der Dachtropfen gehet“. Und weiter: „[…], so daß diser Süz gleichwie der ohrt vorhin Sibenbrun genent werden solle und Er, Leibmedicus von Perger und die seinige sich hievon schreiben mögen“.
Siebenbrunn ist ein typischer barocker Schlossname der sich von sieben Quellen ableitet, die aus dem Hochufer austreten.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn werden die Menschenaffen-Anlagen eröffnet.
München-Giesing * Im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme - nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg - lässt die Stadt in den Jahren 1919 und 1920 den Marienklausensteg für Fußgänger erbauen.
Die Brücke ruht auf acht Pfeilern, die neun Joche bilden. Das rechte und extrabreite Joch ist für die Floßdurchfahrt gedacht. In seiner Bescheidenheit passt sich der Steg gut in die Auenlandschaft ein.
Giesing * Nach mehreren Besitzerwechseln kommt der Adelssitz Hellabrunn mit seinen 58 Tagwerk Grund an Carl Friedrich Fürst zu Isenburg-Birstein.
München-Giesing * Die Gutsgebäude von Hellabrunn werden abgerissen.
München-Giesing * Die Baukommission der Landeshauptstadt München, der Polytechnische Verein sowie der Gewerbeinspektor der Stadt sprechen sich unter einigen Auflagen für die Nietenfabrik in Hellabrunn aus.
München-Giesing * Johann Feßlers Nietenfabrik-Plan in Hellabrunn scheitert endgültig, als die Stadt München die Hälfte des Geländes der sogenannten „Feßler‘schen Gründe“ unterhalb von Harlaching für über 600.000 Mark von dem Fabrikanten erwirbt.
München-Giesing * Der Fabrikant Johann Feßler erwirbt das 58 Tagwerk große Anwesen Nr. 5 und 6 (Hellabrunn) in Harlaching, um dort eine Nietenfabrik zu errichten. Für das Gelände unterhalb der Harlachinger Kirche bezahlt er 550.000 Mark. Der im Oktober 1899 von der Lokalbaukommission München eingeforderte Plan beschreibt die projektierten Fabrikanlagen:
München-Giesing * Die beiden Gemeindekollegien beschließen am 6. November beziehungsweise am 6. Dezember 1906 die Überlassung von Hellabrunn für den Tierpark mit Auflagen.
Die Stadt München überlässt dem Verein Zoologischer Garten die Grundstücke südlich der Thalkirchner Brücke kostenlos für 60 Jahre nur unter der Bedingung, dass der Verein innerhalb von fünf Jahren das fehlende Gelände beschafft und genügend Geld für Bau und Betrieb des Zoos aufbringt.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird das Panzernashorn- und Tapirhaus eröffnet.
München-Giesing * Der Pachtvertrag zwischen der Stadt und dem inzwischen aufgelösten „Verein Zoologischer Garten München“ wird gekündigt. Das löst das eine Welle von Gesuchen und Anträgen zur alternativen Nutzung des Tierpark-Geländes aus. Im Gespräch sind,
Andere Interessenten wollen hier
Doch alle Wünsche und Nutzungsvorschläge werden abgelehnt, da die Stadt sich mit der Vorstellung beschäftigt, den ehemaligen Zoo in einen „Städtischen Volkspark Hellabrunn“ umzuwandeln.
Im Prinzip ist man sich einig, dass München auf Dauer einen Zoologischen Garten haben muss und der Volksgarten nur eine Übergangslösung darstellt, bis man hier wieder exotische Tiere bestaunen kann.
München-Giesing * Harlachinger Anlieger empören sich über das Vorhaben des Fabrikanten Johann Feßler, in Hellabrunn eine Nietenfabrik zu errichten. Jakob Heilmann schreibt, dass er die Nähe „einer derartigen Fabrik bei einer Villenanlage unmöglich gutheißen“ könne. Außerdem würden die im städtischen Sanatorium in Harlaching untergebrachten Kranken durch Ruß und Qualm geschädigt. Heilmann hatte natürlich Angst, er könnte seine Häuser und Grundstücke in der „Gartenstadt Harlaching“ nur mehr sehr schlecht und mit finanziellen Einbußen verkaufen.
München-Giesing * Neun Kängurus aus Australien, dazu ein Flötenvogel, ein Rieseneisvogel, drei fliegende Hunde, sechzig Prachtfinken, zwei Emus sowie Pelikane, Mähnengänse und Trauerschwäne ergänzen den Bestand des Tierparkgeländes in Hellabrunn.
München-Giesing * Die jährliche Zahl der zahlenden Gäste im Tierpark Hellabrunn überschreitet erstmals die Millionengrenze.
Giesing * Graf Maximilian Joseph von Preysing verkauft das Anwesen „jenseits der Birkenleiten“ an den Hofkammersekretär und Gejaidschreiber Johann Wolfgang Paur.
Giesing * Hellabrunn wird auf Betreiben von Franz Anton Paur zum adeligen Sitz mit dem Namen „Hellenbrun“ erhoben. Der Name „Hellabrunn“ bedeutet sinngemäß „heller Brunnen“, „klares Wasser“ oder „klare Quelle“. Im Zeitalter des Barock waren derartige, wasserbezogene Bezeichnungen für Lustschlösser und Parkanlagen besonders beliebt, etwa „Fontainebleau“ oder „Clairfontaine“.
Einen vergleichbaren Namen trägt auch das Schloss Hellbrunn bei Salzburg, das vor allem durch seine berühmten Wasserkünste bekannt ist. Der Name „Hellabrunn“ dürfte daher weniger auf eine tatsächlich aus dem Berg hervorsprudelnde Quelle zurückgehen als vielmehr auf eine barocke Namensmode und auf die Wasserspiele der Parkanlagen oberhalb der Au.
Die Wasseranlagen des Schlossgartens Harlaching endeten am Fuß des Berges in rund 25 Fontänen.
München-Giesing * Das Protokoll einer Sitzung des Münchner Magistrats macht deutlich, dass die Meinungen über die Nietenfabrikanlage von Johann Feßler in Hellabrunn so kontrovers wie zu Beginn der Planungen geführt wird.
Es entwickelt sich ein Streit zwischen fundamentalistisch fortschrittsgläubigen und „grün-konservativen“ Stadträten.
München-Giesing * Zur Verwirklichung des Projekts Zoologischer Garten Hellabrunn rechnet man mit einer Summe von rund einer Million Mark. Zwei Tage nach der Gründung des Zoo-Vereins wendet sich dieser an den Magistrat der Stadt mit der Bitte, um kostenlose Überlassung von Hellabrunn.
Die Antwort des Bauausschusses lautet: „Die Stadt ist zur Zeit noch nicht in der Lage, dem Verein irgend ein Grundstück zu überlassen.“
München-Giesing * 2,72 Millionen Menschen kommen in den Geo-Zoo in Hellabrunn. Bei der Inventur zählten die Zoo-Mitarbeiter rund 19.000 Tiere in insgesamt 714 verschiedenen Arten. Die meisten davon sind Fische. Aber auch 88 Arten von Säugetieren sind im Zoo an der Isar beheimatet.
München-Giesing * Die Besucherzahlen des Tierparks Hellabrunn überschreiten die 1,5-Millionen-Marke.
München-Giesing * Der Architekt Emanuel von Seidl erstellt den „künstlerischen Generalplan“ für den Tierpark, den er dem Zoologischen Verein zum Geschenk macht.
Unter geschickter Ausnutzung des Hanggeländes mit seinen gewachsenen Nagelfluhfelsen und der vom Auer Mühlbach durchflossenen Auenlandschaft erschafft er eine naturnahe Tierhaltung. Sein Vorbild ist - auf ausdrücklichen Wunsch des Tierpark-Vereins - der Stellinger Tierpark von Carl Hagenbeck, wobei die landschaftlichen Voraussetzungen in Hellabrunn völlig andere waren als beim vermeintlichen Hamburger Zoo-Vorbild.
München-Giesing * Weitere geplante Objekte für den Tierpark Hellabrunn sind tropische Gewächshäuser, ein Insektarium, ein Tigertal und eine Freianlage für Braunbären und weitere. Durch den Kriegsbeginn müssen sämtliche Bauvorhaben eingestellt werden und kommen nicht zur Ausführung.
Im Tierpark treten die bereits bekannten Probleme wie 25 Jahre zuvor wieder auf.
München-Giesing * Das Feuerwerk-Spektakel im Tierpark Hellabrunn wird wiederholt - und obwohl es regnet, kommen immerhin noch 4.000 zahlende Besucher in den Tierpark.
München-Giesing * Die Inflation hat sich ab 1919 immer mehr ausgeweitet. Die Stimmung in der Bevölkerung und Politik kippt. Ein Zoo gilt zunehmend als überflüssiger Luxus. Bereits während des Krieges hat sich die Versorgungslage stark verschlechtert. Für die meisten stehen ganz andere Probleme im Vordergrund als ein Besuch im Tierpark. Die Jahreshauptversammlung des Tierpark-Vereins beschließt deshalb,
München * Der „Bayerische Geflügelzüchterverein“ startet die Initiative zur Gründung eines zoologischen Gartens in München.
Giesing * Der Fabrikant Julius Kremser stellt bei der Lokalbaukommission den Antrag, auf dem Anwesen Nr. 1 in Hellabrunn eine Leimfabrik zu errichten. Unter der Bedingung, dass Kremser seine Fabrik, nicht wie geplant, direkt an die Straße nach Harlaching baut, stimmt die Behörde dem Antrag zu.
München-Giesing * Vom Mai bis Oktober 1928 wird in Hellabrunn eine „Tierpark-Propaganda-Schau“ für die Wiedereröffnung des Tiergartens veranstaltet. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt, die auch das Gelände unentgeltlich zur Verfügung stellt, werden die Tieranlagen provisorisch wieder in Stand gesetzt, Tiere ausgeliehen, Pressekampagnen gefahren und spektakuläre Attraktionen wie gemalte Tierpanoramen und Dioramen der vorzeitlichen Tierwelt vorgeführt.
Die „Tierpark-Propaganda-Schau“ ist finanziell so erfolgreich, dass die Neugründung des Tiergartens unmittelbar aus ihr hervorgeht. Der Tierpark bleibt nach dem Ende der Werbeschau einfach weiter geöffnet. Das ist auch der Grund, weshalb sich als Wiedereröffnungsdatum der 23. Mai 1928 eingebürgert hat.
München-Giesing * Der „Verein Zoologischer Garten“ bemüht sich um die Übernahme des Protektorats durch den Prinzregenten Luitpold und die Unterstützung der Bayerischen Regierung.
München-Giesing * In den Friedensjahren von 1911 bis zum Kriegsbeginn am 1. August 1914 hat der Tierpark einen Überschuss von 80.000 Mark erwirtschaftet. Doch die Baukosten von 295.000 Mark und die dafür aufgenommenen Kredite belasten das Tierpark-Unternehmen dann doch sehr.
Mit dem Kriegsbeginn verschlechtert sich die Situation im Tierpark Hellabrunn zusehend.
München-Giesing * Die „Münchner Tierpark Aktiengesellschaft“ kann das Tierparkgelände käuflich von der Stadt erwerben.
Hellabrunn ist nach dem Berliner Zoo der zweitgrößte Deutschlands.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird die Villa Dracula eröffnet.
München-Giesing * Der Ursprung des Auer Mühlbachs ist nicht mehr auf der rechten Isarseite. Vielmehr steht nun an seinem Anfang ein wasserbautechnischer Salto mortale - denn seine Auslassstelle befindet sich jetzt auf der linken Seite des Isarufers. Dazu muss ein Düker unter der Rest-Isar durchgeführt werden.
Bei einem Düker handelt es sich um ein U-förmiges Rohr, das unterirdisch durch den Fluss geführt wird. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren fließt das ankommende Wasser auf seiner ursprünglichen Höhe in den Düker hinein, füllt diesen aus und steigt auf der gegenüberliegenden Flussseite wieder auf die vorherige Höhe an, so dass es den Düker wieder verlassen kann.
Der Auer Mühlbach-Düker ist 168 Meter lang. Sein Verlauf ist parallel zur Marienklausenbrücke ablesbar, die allerdings erst in den Jahren 1919 und 1920 von der Stadt München für Fußgänger im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme erbaut wurde.
Den Düker verlässt der Auer Mühlbach - von dem meisten Spaziergängern und Besuchern vollkommen unbemerkt - im Tierpark Hellabrunn.
München-Giesing * Der „Volkspark Hellabrunn“ wird eröffnet.
München-Giesing * Bei strahlendem Sonnenschein öffnen sich um halb zehn Uhr die Tore des Tierparks Hellabrunn am Haupteingang, dem heutigen Isar-Eingang. Viele Prominente sind gekommen. Die Festlichkeiten finden im Waldrestaurant statt.
München-Giesing * Das Zoo-Projekt wird aktiv weiterverfolgt. Ein „Hilfsbund“ Münchner Bürger wird aktiv, der sich für die Wiedereröffnung des Tierparks einsetzt. Er organisiert unter anderem im eine „Tierpark-Lotterie“ unter dem Motto „Des Münchner Kindls Diagnose: Fürs Münchner Herz die Tierpark-Lose“. Alle 300.000 Lose können verkauft und damit ein Reinerlös von 60.000 Mark erzielt werden.
München-Giesing * Der neue Tierpark Hellabrunn wird als „Münchner Tierpark Aktiengesellschaft“ formell gegründet. Diese ist mit einem Startkapital von 600.000 Mark ausgestattet. Die Stadt ist damit Mitbegründerin des Tierparks geworden. Unter den gegebenen Umständen ist die Neugründung ein voller Erfolg.
Heinz Heck ist der Begründer des Erfolgs. Er hat für Hellabrunn ein vollkommen neues Konzept entwickelt: den Geo-Zoo. Der Tierpark ist nach Erdteilen gegliedert und präsentiert damit die Tiere nach Herkunftsregionen. Ziel ist auch, eine harmonische Verbindung der Landschaft mit den Tieren zu schaffen.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn werden einige Gehege um- oder ausgebaut. So die Biberanlage, der Büffelsumpf und die Japanfreianlage.
München-Giesing * Unter - erfüllbaren - Vorgaben übernimmt Prinzregent Luitpold nach einer erneuten Eingabe des „Vereins Zoologischer Garten“ die ihm angetragene Schirmherrschaft, was weitere Mäzene veranlasst, sich ebenfalls für den Tierpark zu engagieren.
München-Giesing * Das nationalsozialistische Regime ist dem Tierpark wohlgesonnen und fördert ihn. Das liegt natürlich auch daran, weil die Tierzucht ideologisch in die Rassenlehre eingebettet werden kann.
Die Nazis werfen dem Zoo aber immer wieder mangelnde nationalsozialistische Gesinnung vor. Das geht so weit, dass im Jahr 1941 die Tierpark-Leitung beschuldigt wird, dass Juden immer noch Zutritt zum Tierpark hätten.
München-Giesing * Der Tierpark Hellabrunn kann mit Einverständnis der amerikanischen Besatzungsmacht als erster Zoo Deutschlands wieder für Besucher geöffnet werden. Die Begründung dafür ist: „Tiere sind keine Nazis!“
Was die Zoo-Gäste zu sehen bekommen, ist ein trauriges Bild. Dreißig Prozent der Tiere sind dem Krieg zum Opfer gefallen. Auch die Hälfte der Gebäude und Stallungen sind durch Bomben vollständig zerstört worden. Zum Glück ist das Elefantenhaus - als einziges großes Tierparkgebäude in Deutschland - nahezu vollständig erhalten geblieben.
München-Giesing * Sechs Zebras, acht Antilopen, zwei Gazellen, zwei Buschböcke, Strauße, Pelikane, Marabus, Kraniche, Riesenschlangen, Affen und Netzgiraffen in kommen in Transporten in Hellabrunn an. Später kommen sieben Löwen, zwölf Kronenkraniche, mehrere Elefantenschildkröten sowie verschiedene Kleintiere dazu. Die Sensation ist ein afrikanischer Elefant, der erste, der nach dem Krieg nach Deutschland eingeführt wird.
München-Giesing * Zum zehnjährigen Bestehen des Tierparks Hellabrunn gibt es zwar wenig Grund zum Feiern, dennoch erhält jedes Tier, das sich seit dem Gründungsjahr 1911 im Münchner Zoo befindet, einen Eichen-Ehrenkranz umgehängt. - Sehr nobel !
München-Giesing * Der vom „Hilfsbund“ ins Leben gerufene „Tierparkausschuss“ befasst sich mit dem Wiederaufbau des Tierparks Hellabrunn.
Die „Münchner Neuesten Nachrichten“ formulieren dies so: Hellabrunn kann durch die Tierzucht ein „Hort für Naturschutzbestrebungen“, eine „riesige Zuchtfarm für exotische und zugleich für aussterbende Tiere“ werden, was auch „finanzielle Gewinnmöglichkeiten“ erwarten lässt.
München-Giesing * Eine 25 Personen starke Indianertruppe des Zirkus Sarrasani hält sich im Tierparkgelände auf. Big Chief White Horse Eagle, der „Oberhäuptling aller noch lebenden Indianer“, führt - zur Eröffnung des Raubtierhauses - zusammen mit seinem Stamm verschiedene heimatliche Lieder und Tänze auf.
Über die Herkunft des angeblichen Indianerhäuptlings der Osagen ist bis auf seine relativ zweifelhaften Selbstauskünfte nichts bekannt. Angeblich war er 107 Jahre alt und er erklärte, dass er bereits 1887 in Deutschland war und Otto von Bismarck die Hand geschüttelt habe. Zuvor, am 18. Juni, hatte er mit seiner weißen Frau Karl Mays Grab in Radebeul besucht und anschließend für eine Postkartenserie posiert.
München-Giesing * Eine Versammlung aus Befürwortern eines Münchner Zoos einigt sich auf Hellabrunn als künftigen Standort. Natürlich äußern sich die Bedenkenträger wieder lautstark und bemängeln, dass der Platz für den Tierpark so weit draußen wäre.
München-Giesing * Die Harlachinger Mühle neben dem Gut Hellabrunn wird abgebrochen.
München-Giesing * Der „Verein Zoologischer Garten“ wird - bei nur zwei Gegenstimmen - aufgelöst.
München-Giesing * Ein Feuerwerk zieht so viele Besucher in den Tierpark Hellabrunn, dass die Kassen den Ansturm fast nicht bewältigen können.
München-Giesing * Das Tierparkgelände wird für das Publikum endgültig geschlossen. Der verbliebene Tierbestand wird in der Inflationszeit für rund 2 Millionen Mark verkauft. Die Käufer sind der Tierpark Nürnberg und die Tierhandlung Ruhe in Alfeld, die die Zoobewohner unter sich aufteilen. Die letzten Bewohner sind der afrikanische Elefant und das Flusspferd, die von einem tschechoslowakischen Zirkus erworben wurden.
München-Giesing * Die Besucherzahlen im Tierpark Hellabrunn steigen stetig an. Und mit dem Prinzip des Geo-Zoos erringt Hellabrunn auch international eine große Anerkennung.
München-Giesing * Mit „Das Tier und wir“ erscheint - herausgegeben vom Tierpark Hellabrunn - monatlich eine neue Tierparkzeitschrift. Die darin veröffentlichten Artikel sind unterhaltsam und populärwissenschaftlich.
Giesing * Kurfürst Carl Albrecht schenkt seinem Obristjägermeister Graf Maximilian Joseph von Preysing sechzig Tagwerk umfassenden öden Grund und Boden „jenseits der Birkenleiten“. Das Gebiet ist freigestellt von allen Abgaben, da es sich im Überschwemmungsgebiet der Isar beziehungsweise des Auer Mühlbachs befindet. Mit dem einmal im Jahr gemähten Bewuchs soll ein Heudeputat für die von Preysing zu unterhaltenden Dienstpferde geschaffen werden.
Das Anwesen, das zuvor zum Gut Harlaching und damit ursprünglich zum Besitz des Klosters Tegernsee gehörte, besteht aus einem Bauernhof und hat die bereits im Jahr 1149 erwähnte Harlachinger Mühle als Nachbarn.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird der Wirtschaftshof mit Quarantänestation eröffnet.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird der Kindertierpark mit Streichelwiese, Tierpark-Express und Safari-Autos eröffnet.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird die Vogel-Voliere eröffnet.
München-Giesing * Per Flugzeug kommen innerhalb von 36 Stunden zehn Flamingos aus Chile. Das ist dem Tierpark Hellabrunn sogar eine Begrüßungsparty im provisorischen Restaurant mit Musik, Tanz und Illumination, wert.
München-Giesing * Nachdem die letzten coronabedingten Schutzmaßnahmen gefallen sind, stürmen die Besucher glücklicherweise den Tierpark Hellabrunn wieder. Der Normalbetrieb kann wieder aufgenommen werden.
München-Giesing * Die Süddeutsche Zeitung titelt: „Der Tierpark macht wegen der Corona-Krise jeden Tag Zehntausende Euro Verlust – auch nach den neuesten Lockerungen. Bankrott gehen lassen wird die Stadt ihren Zoo aber nicht.“
Dem Münchner Zoologischen Garten fehlen fast vier Millionen Euro an Einnahmen.
München-Thalkirchen * Mit Cowboyhut legt Münchens „Stadtoberhäuptling“ Dr. Hans-Jochen Vogel den Grundstein zur neuen Ranch des Cowboy Clubs München von 1913 an der Floßlände in Thalkirchen. Da waren Bombentrichter und Urwald, die mit Hilfe von Bulldozern der amerikanischen Armee bearbeitet werden müssen.
München-Thalkirchen * Mit großen persönlichen und finanziellen Opfern der Mitglieder des Cowboy Clubs München von 1913 kann die Ranch an der Floßlände in Thalkirchen eröffnet werden. Seit dieser Zeit rauchen die Indianerfeuer - mit Saloon, eingezäuntem Reitplatz, Pferdeställen und Bogenschießstand.
Der „Long-Horn-Saloon“ bildet das Allerheiligste des Cowboy Clubs. Hier ist alles stilecht und erinnert an die Zeit um 1880. Nur der mächtige Kopf eines Elchbullen ist gefälscht. Er war in Wirklichkeit eine Elchkuh, die man nachträglich mit einem Schaufelgeweih ausstattete.
An einer anderen Wand hängt der wollige Schädel eines Bisons. Darunter befinden sich die Porträts der drei Vereinsgründer; fast so, als wären sie die Club-Heiligen. Links und rechts davon stehen die Vitrinen voller Wild-West-Devotionalien, die schon Fred Sommer zu sammeln begann. Neben den bereits erwähnten Ausstellungsstücken noch eine Sioux-Weste, Uniformen aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges, ein handsigniertes Bild von Buffalo Bill, das Hutband von John Wayne, mexikanische Sporen und vieles andere mehr.
München-Au - München-Thalkirchen * Diesmal kommt dem Cowboy Club München 1913 e.V. die Glücksgöttin Fortuna in Form des Oberbürgermeisters Dr. Hans-Jochen Vogel zu Hilfe. Mit seiner Unterstützung erhält der Verein ein viertausend Quadratmeter großes Gelände an der Floßlände in Thalkirchen zur Verfügung gestellt.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn werden die Löwen-Anlage, die Flamingo-Anlage und die Wolfs-Anlage eröffnet.
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird die Giraffen-Savanne eröffnet.
München-Thalkirchen * Die Floßlände wird nach Thalkirchen verlegt, da die Kohleninsel in der Zwischenzeit in die Stadtplanung mit einbezogen worden ist.
München-Giesing * Obwohl an der 186 Meter langen und 12,5 Meter breiten Thalkirchner Brücke überall Hinweisschilder davor warnen, dass die Brücke auch einstürzen kann, ist bisher fast noch nie etwas passierte. Außer, dass die Brücke im Jahr 1993 durch Unachtsamkeit teilweise abbrennt.
München-Giesing * Am Ende der Nazi-Herrschaft unternehmen Wehrmachtsangehörige den hilflosen Versuch, die amerikanischen Truppen am Weiterzug zu hindern, indem sie die Thalkirchner Brücke mit einem Trambahnwagen blockieren, um so den Vormarsch der amerikanischen Truppen zu verhindern.
Sie können aber nicht mit der Muskelkraft der Elefantenkuh „Lelabati“ aus dem Tierpark Hellabrunn rechnen. Die afrikanische Elefantendame zieht den Wagen ohne Probleme von der Brücke. Nach der Entfernung der Barriere können die Amis mit ihren Panzern und Militärfahrzeugen weiterziehen, ohne dass es dort kurz vor Kriegsende einen Schusswechsel gibt.
München-Giesing * Die Münchner Gemeindevertreter beschließen, Thalkirchen und Giesing mit der bereits vorhandenen eisernen Wittelsbacher Brücke zu verbinden. Thalkirchen war am 1. Januar 1900 nach München eingemeindet worden.
München-Giesing * Spätestens seit der Eröffnung des Tierparks Hellabrunn führt der Flussübergang über die Isar den Namen „Tierparkbrücke“, auch weil sie direkt zum Haupteingang des Zoos führt.
München-Giesing * Die Thalkirchner Brücke ist wieder aufgebaut. Ihre rostrote Farbe erinnert außerdem an alte Brücken, da man diese in früher Zeit mit einem Anstrich aus Ochsenblut imprägnierte.
München-Giesing * Die Thalkirchner Brücke wird abgerissen. Der verstärkt auftretende Verkehr hat der Tierparkbrücke zunehmend zu schaffen gemacht. Ihre Tragfähigkeit ist für den Autoverkehr einfach unterdimensioniert, weshalb der Flussübergang nur mit geringer Geschwindigkeit befahren werden darf.
Anschließend entsteht ein 12,4 Millionen DMark teurer Brückenneubau in der parkähnlichen Landschaft des benachbarten Tierparks.
München-Giesing * Die Einwände des Isartalvereins und der Thalkirchner, vor allem aber finanzielle Überlegungen lassen den Münchner Magistrat in Fragen Flussübergang zwischen Giesing und Thalkirchen umdenken. Er beschließt den Bau einer Holzbrücke.
München-Giesing * Der Isartalverein - unter seinem Vorsitzenden Gabriel von Seidl - will sowohl die Verlegung der eisernen Wittelsbacher Brücke verhindern, befürchtet aber zugleich die Zerstörung des Landschaftsbildes durch eine Betonbrücke.
München-Giesing * Die in Holz ausgeführte Thalkirchner Brücke, die mit fünfzehn unterschiedlich breiten Brückenjochen den Werkkanal und die Isar mitsamt dem Hochwasserbett überquert, kann eingeweiht werden.
München-Giesing * Gegen die Verschiebung der eisernen Wittelsbacher Brücke an die Stelle der heutigen Tierparkbrücke erheben sich - wegen der Zerstörung des Landschaftsbildes - erhebliche Widerstände. Als Alternative soll nun eine Betonbrücke mit fünf Bögen durch Professor Friedrich von Thiersch ausgeführt werden.
München-Englischer Garten - Tivoli * Nahezu alle Gründer der Kommanditgesellschaft Kunstmühle Tivoli von K. Kurlaender & Comp. gründen eine neue Aktiengesellschaft. Diese firmiert jetzt endgültig unter dem Namen Kunstmühle Tivoli.
München-Untergiesing * Die Kunstmühle Bavaria AG baut die Giesinger Kunstmühle zur zweitgrößten Mühle Münchens und der größten Mahlmühle östlich der Isar um.
Nur die Tivoli-Mühle am Englischen Garten ist auf Münchner Gebiet noch größer. Damit gilt die Mühle als Handelsmühle. Zuvor war sie jahrhundertelang eine sogenannte Bachmühle.
München-Giesing * In der Münchner-Kindl-Brauerei an der Tegernseer Landstraße 337 findet die Grundsteinlegung statt. Den feierlichen Akt im acht Meter tiefen Rohbau überlässt die Familie Sailer zwei sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten: Prinz Luitpold von Bayern von der Schlossbrauerei Kaltenberg und Didi Schweiger, bekannt als Münchens prominentester Obsthändler.
Die Auswahl hatte Symbolcharakter: Hier bayerischer Hochadel aus dem Haus Wittelsbach, dort ein bodenständiger Münchner Geschäftsmann mit klarer Meinung.
Auch historisch gibt es eine Verbindung. Die Brauerei Kaltenberg hat 1954 große gebrauchte Holzfässer von der Kindlbrauerei gekauft, 60 davon existieren noch – und vielleicht fällt ja eines an die achte Münchner Brauerei ab.
Die Inschrift des Grundsteins lautet:
„SEINE KÖNIGLICHE HOHEIT,
LUITPOLD VON BAYERN,
UND DER BÜRGERLICHE
OBSTSTANDLBESITZER
DIDI SCHWEIGER
AUS DER LEOPOLDSTRASSE
HABEN HEUTE DIESEN
GRUNDSTEIN GELEGT ZUR
WIEDERERRICHTUNG DER
MÜNCHNER KINDL BRAUEREI
XII VIII MMXXII“
München-Giesing * Da ein Tiefbrunnen innerhalb der Stadtgrenzen Bedingung dafür ist, dass ein Bier sich ganz offiziell Münchner Bier nennen und auf dem Oktoberfest ausgeschenkt werden darf, wollen Dietrich Sailer und seine Söhne Luis und Leo auch diesen Schritt wagen. Immerhin kostet die Bohrung rund 700.000 Euro.
Die Genehmigung ist aufwändig und dauert etwa zwei Jahre, da die Eingriffe ins Grundwasser strengen Auflagen unterliegen. Das Wasserwirtschaftsamt bewertet zusätzliche Tiefbrunnen kritisch, da das Münchner Tiefengrundwasser besonders geschützt ist.
Die Stadt genehmigt das Projekt dennoch - unter anderem, weil für die Bierherstellung besonders reines Wasser erforderlich ist. Gleichzeitig bleibt klar: Neue Brunnen werden auch künftig nur sehr restriktiv erlaubt.
München-Giesing * Die Münchner-Kindl-Brauerei muss für ihr Wasser tiefer bohren als jede andere Brauerei der Stadt. Rund zwei Monate dauerte die Bohrung. Erst in 234 Metern Tiefe - über 50 Meter tiefer als erwartet - wird eine ergiebige Wasserschicht erreicht. Damit verfügt Münchner Kindl nun über den tiefsten Brauereibrunnen Münchens.
Historisch spielt dabei auch das Oktoberfest eine Rolle: Dort darf nur Münchner Bier ausgeschenkt werden - und das setzt traditionell einen eigenen Tiefbrunnen im Stadtgebiet voraus.
München-Giesing * Der Traunsteiner Brauunternehmer Dietrich Sailer erwirbt - kostenfrei - die Namensrechte an der „Münchner-Kindl-Brauerei“. Sie liegen bei Löwenbräu, das zum internationalen Braukonzern AB-Inbev gehört. Doch weder in der deutschen Zentrale in Bremerhaven, noch in der europäischen in Belgien oder dem Firmenhauptquartier in Südamerika will irgendjemand etwas damit anfangen. Und so kehrt eine Münchner Traditionsmarke wieder nach München zurück.
München-Giesing * Der Stadtrat beschließt, den Flächennutzungsplan von einer Biotopfläche in ein „Sondergebiet Brauerei“ zu ändern. Auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle kann der Unternehmer Dietrich Sailer nun die Münchner-Kindl-Brauerei errichten.
Die Fläche ist bereits versiegelt und wurde zuvor gewerblich als Tankstelle genutzt. Geplant ist eine Brauerei mit einer Jahresproduktion von bis zu 12.000 Hektolitern sowie eine Gastronomie mit 199 Sitzplätzen.
München-Untergiesing - Cannstadt * Die evangelische Familie des Carl Kraemer aus Cannstadt in Württemberg kommt in das Giesinger Geviert, wo sie und ihre Nachkommen die „Kraemer‘sche Kunstmühle“ betreiben.
München-Untergiesing * Die „Ukrainisch-katholische Bischofskirche Sankt Andreas - Maria Schutz“ an der Schönstraße wird eingeweiht. Die Kirche wurde in einem architektonisch modernen Stil als Seelsorge- und Bildungszentrum für die mit Rom unierten katholischen Ukrainer in Deutschland erbaut.
München-Untergiesing * Der Templer-Orden“erwirbt von der Landeshauptstadt München die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Winterhalter-Villa an der Birkenleiten 35 und baut sie für seine Zwecke und Bedürfnisse aus.
Seither befindet sich hinter dem hohen schmiedeeisernen Gitter das „Trinitarion des orientalisch-orthodox-katholischen und kreuzritterlichen Chor- und Hospitaliter-Ordens der Templer e.V.“. Und das ist auch richtig, bezeichnet aber nur den sozialen Bereich, den sich die hier befindliche religiöse Ordensgemeinschaft auferlegt hat: die Speisung der Armen.
Nichts aber deutet darauf hin, dass sich in der ehemaligen Villa des Hofgoldschmieds und Juweliers Karl Winterhalter das Archiconvent des Templerordens, also der Hauptsitz der Templer-Ordensgemeinschaft in Deutschland befindet.
München-Untergiesing * Nach dem Krieg verlegt die Templer-Ordensgemeinschaft ihren Sitz nach Untergiesing. Sie mietet das Anton-Ungerer-Palais an der Birkenleiten 27, die Villa des Maschinenfabrik-Besitzers Joseph Ungerer. Als dieser sein Anwesen an die Landeshauptstadt München verkauft, bezahlen die Templer die Miete an die Stadt.
München-Untergiesing * Inzwischen hat die Templer-Ordensgemeinschaft das Anwesen an der Birkenleiten 35 gekauft. Das im Glockenturm befindliche Geläute besitzt einundzwanzig Glocken und ist damit eines der größten im süddeutschen Raum.
München * Der Schriftsteller Oskar Maria Graf wird nach 12 Tagen wieder aus der Haft entlassen.
München-Au - München-Stadelheim * Ohne Mitteilung über eine Änderung in seinem Status als Untersuchungsgefangener wird Kurt Eisner - laut seinem Gefängnis-Tagebuch - zwischen dem 6. und 15. Juni 1918 vom Gerichtsgefängnis Neudeck in die staatliche Strafanstalt in Stadelheim verlegt.
Er wird in Stadelheim in der Zelle 70 untergebracht. In dieser Zelle sollte später auch der Eisner-Mörder Anton Graf von Arco auf Valley, ab 1923 der Putschist Adolf Hitler einsitzen. Der SA-Führer Ernst Röhm wird in der Nacht vom 30. Juni 1934 in der Zelle 70 erschossen.
München-Obergiesing * Alexander Schmorell und Professor Kurt Huber, Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, sterben im Gefängnis München-Stadelheim unter der Guillotine von Johann Reichhart.
München-Obergiesing * Das Todesurteil aus dem dritten Geiselmordprozess wird im Gefängnis Stadelheim durch Erschießen vollstreckt.
München-Obergiesing * Walter Klingenbeck wird im Alter von 19 Jahren im Gefängnis Stadelheim hingerichtet bzw. ermordet.
Leipzig - München * Die Entlassungsanträge für die Mandantinnen und Mandanten der Rechtsanwälte
werden von den Leipziger Richtern abgelehnt. Die Begründung lautet: „Fluchtgefahr“.
München-Obergiesing * Das Todesurteil gegen Willi Graf, einem Mitglied der „Weißen Rose“, wird durch den Scharfrichter Johann Reichhart im Gefängnis München-Stadelheim vollstreckt.
<p><strong><em>München-Stadelheim</em></strong> * Dr. phil. Sarah Sonja Lerch, eine Aktivistin während der Münchner Januarstreiks, wird an diesem Karfreitag in einer Isolierzelle im Gefängnis Stadelheim in der Schlinge ihres Schals erhängt aufgefunden. Eine behördliche Untersuchung ihres Todes wird offensichtlich unterlassen. </p>
München-Stadelheim - Berlin * Kurt Eisner schreibt an den USPD-Mitbegründer Karl Kautsky und beschwert sich darin: „Jetzt sitze ich bald ein halbes Jahr. […] Die Voruntersuchung ist sachlich, aber noch nicht formell abgeschlossen“. Kurt Eisner beginnt merklich zu altern und leidet unter Anfällen von Depressionen.
München-Obergiesing * Die sechs zum Tode Verurteilten aus dem ersten Geiselmordprozess werden im Gefängnis Stadelheim durch Erschießen hingerichtet.
München-Obergiesing * Der zum Tode Verurteilte aus dem zweiten Geiselmordprozess wird im Gefängnis Stadelheim durch Erschießen hingerichtet.
München-Großhesselohe * Die elegante Großhesseloher Brücke, die das tief eingeschnittene Isartal überquert und die Bahnverbindung über Holzkirchen nach Rosenheim weiterführt, wird eröffnet.
München - Untergiesing * Arnold von Eichthal stirbt. Sein Bruder, Simon von Eichthal, kauft die Giesinger Mühle den Erben um 57.000 Gulden ab.
München-Obergiesing * Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs befindet sich die Vereinsarbeit des TSV München-Ost auf einem Tiefpunkt. Der Verein zählt nur noch rund 200 Mitglieder und trauert um 49 gefallene Sportkameraden.
Zudem steht der bisher genutzte Turnsaal im Schleibinger-Bräu nicht mehr zur Verfügung, da dort seit 1917 ein Malzwerk der Cenovis-Werke eingerichtet ist. Der Verein weicht deshalb erneut auf Schulturnsäle und die Nebenzimmer Münchner Gaststätten aus.
München * Der TSV 1860 München wird erstmals - und bislang zum einzigen Mal - Deutscher Fußballmeister. Mit der Meisterschaft sind Namen wie Rudi Brunnenmeier, Friedhelm „Timo“ Konietzka und Petar „Radi“ Radenkovic verbunden.
Der FC Bayern München wird Dritter, der 1. FC Nürnberg belegt den sechsten Platz in der Bundesliga-Tabelle.
München-Giesing * Das Stadion an der Grünwalder Straße wird eröffnet. Es gehört damit zu den ältesten noch genutzten Fußballstadien Deutschlands.
Großhesselohe * Der 10,7 Kilometer lange Streckenabschnitt der Bahnverbindung von München über Rosenheim nach Salzburg ist bis „nach dem Belustigungsorte Hesselohe“ fertiggestellt.
München-Isarvorstadt * Die alte eiserne Wittelsbacherbrücke wird an der Stelle der Brudermühlbrücke neu montiert und dient bis zum Jahr 1905 - wegen fehlender Straßen - als Fußweg.
München-Obergiesing * An der Martin- Luther-Straße 26 eröffnet McDonalds seine erste deutsche Filiale. Dass die US-amerikanische Fleischpflanzl-Braterei gerade in Giesing ihr erstes Lokal eröffnet, liegt an der Nähe des Stadions an der Grünwalder Straße und der leichten Erreichbarkeit mit dem Auto. Einen sicheren Kundenstamm hat man zudem mit den zahlreichen Amerikanern, die im Südosten Münchens ihre Militär- und Wohnanlagen unterhalten und in McDonalds ein Stück Zuhause vorfinden.
Das anfängliche Angebot umfasst Hamburger, Cheeseburger, Pommes Frites, Cola, Limo und Kaffee. Ein Hamburger kostet 95 Pfennige. Die Käsescheiben werden noch mit der Hand vom Block geschnitten, die Kartoffeln für die Pommes ebenfalls von Hand geschält und geschnitten. Der schlagartig einsetzende Erfolg gibt den Marktstrategen mit ihrer Standortwahl Deutschland recht: Bereits im ersten Monat beträgt der Umsatz des Lokals 110.000 DMark.
Diese typisch amerikanische Esskultur erfährt Ablehnung von konservativen wie auch linksintellektuellen Kreisen, die ihren emotionalen Anti-Amerikanismus an McDonalds festmachen. Die Firma wird als vermeintlich kurzlebige Modeerscheinung belächelt und als Unkultur verdammt.
Thalkirchen * Die Israelitische Kultusgemeinde München hat eine Genehmigung zur Anlage eines jüdischen Friedhofs an der Thalkirchner Straße erhalten. Dieser kann am 24. März 1816 eingeweiht werden. Es ist der erste jüdische Friedhof Münchens seit der Vertreibung der Juden im Jahr 1442.
Zuvor mussten Münchner Juden ihre Verstorbenen außerhalb der Stadt, etwa in Kriegshaber bei Augsburg, bestatten.
München-Geiselgasteig * Karl Valentin und Liesl Karlstadt nehmen den 23-Minuten-Film „Orchesterprobe“ in Geiselgasteig auf. Regie führt Carl Lamac.
<p><strong><em>Obergiesing</em></strong> * Der Name der Giesinger Kirche - <em>„Heilig Kreuz“</em> - weist auf einen Zusammenhang mit der irofränkischen Mission hin, die in Baiern seinerzeit mit dem Wirken des heiligen Emmeram einsetzt.</p> <p>Die damaligen Missionare errichten als Siegeszeichen über das Heidentum ein Kreuz auf. So war es vielleicht im 8. Jahrhundert auch in Giesing.</p>

| Straße | Name | von | bis | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1,07 km | Über der Klause 10 | Frisch Karl von | 1911 | 1982 | |
| 1,69 km | Menterschwaigstraße 1 | Montez Lola | |||
| 1,88 km | Tegernseer Landstraße 210 | Reichszeugmeisterei | 1938 | 1945 | |
| 1,96 km | Maria-Einsiedel-Straße 45 | Pietzsch Richard | |||
| 2,07 km | Ludwigshöherstraße 2 | Reventlow Franziska zu | |||
| 2,11 km | Heilmannstraße 5 | Ludendorf Erich | 1920 | 1933 | |
| 2,18 km | Heilmannstraße 11 | Linde Carl von | 1897 | ||
| 2,46 km | Heilmannstraße 29 | Littmann Max | |||
| 2,59 km | Heilmannstraße 33 | Borscht Wilhelm von | |||
| 2,90 km | Tegernseer Landstraße 98 | Schmid Hermann von |