4. 7 1926 - Grundsteinlegung für die neuen Vereinsanlagen des TSV München-Ost
München-Obergiesing * Ein Jahr dauerten die Planungsarbeiten und nun kann der Grundstein für die neuen Vereinsanlagen des TSV München-Ost an der St.-Martin-Straße gelegt werden. „Ein imposanter Festzug bewegte sich vom Vereinslokal in der Kellerstraße durch Haidhausen zur Baustelle.“
Obwohl die Grundsteinlegung ein Fest für den ganzen Münchner Osten ist, erscheint kein offizieller Vertreter der Stadt. Doch unabhängig von der Geringschätzung einer konservativ-völkisch-nationalen Stadtregierung und Stadtverwaltung kommt der Bau zügig voran.
17. 10 1946 - Die Hauptkriegsverbrecher werden im Ostfriedhof eingeäschert
München-Obergiesing * In aller Frühe fahren Lastwagen der US-Armee am Krematorium des Ostfriedhofes vor. Ihre Fracht besteht aus zwölf Särgen, von denen zwei leer sind. Angeblich befinden sich darin die Leichen von zwölf in einem Krankenhaus verstorbenen US-Soldaten, die nun unter der Aufsicht von Offizieren eingeäschert werden sollen. Tatsächlich enthalten die Särge die Leichen von neun in Nürnberg am Tag zuvor hingerichteten Hauptkriegsverbrechern: Es sind dies:
- der Außenminister Joachim von Ribbentrop;
- der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Wilhelm Keitel;
- der Chef der Sicherheitspolizei, Ernst Kaltenbrunner;
- der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete, Alfred Rosenberg;
- der Generalgouverneur von Polen, Hans Frank;
- der Innenminister Wilhelm Frick;
- der Herausgeber der antisemitischen Zeitung Der Stürmer, Julius Streicher;
- der Gauleiter von Thüringen, Fritz Sauckel;
- der Generaloberst Alfred Jodl und
- der Reichskommissar für die Niederlande, Arthur Seyss-Inquart.
Der zehnte Tote ist der Reichsmarschall Hermann Göring, der sich am 15. Oktober 1946 seiner Hinrichtung durch Selbstmord entzogen hatte. In der Amtssprache hieß das: „Die Leiche Hermann Wilhelm Görings ist zusammen mit den Leichen der Kriegsverbrecher, die gemäß dem Urteil des Internationalen Gerichtshofes am 16. Oktober in Nürnberg hingerichtet worden sind, verbrannt und die Asche im geheimen in alle Winde verstreut worden.“
28. 11 1912 - Das Krematorium am Ostfriedhof kann in Betrieb genommen werden
München-Obergiesing * Endlich kann das Krematorium am Ostfriedhof in Betrieb genommen werden. Aufgrund einer Genehmigung der bayerischen Staatsregierung wird die eigenständige Entscheidung über die Leichenverbrennung nun den Kommunen überlassen.
1927 - Der Bau eines Krematoriums auf dem Ostfriedhof wird beauftragt
München-Obergiesing * Trotz der fehlenden kirchlichen Erlaubnis - beauftragte man Hans Grässel im Jahr 1927 mit dem Bau eines Krematoriums auf dem Ostfriedhof, das anno 1929 endlich eingeweiht werden konnte.
14. 2 2000 - Die „Boandlkramer Connection“ veröffentlicht „Buam, Buam, Buam“
München-Obergiesing * Die „Boandlkramer Connection“, eine Musikgruppe von Totengräbern des Münchner Ostfriedhofs, veröffentlicht die Maxi-CD „Buam, Buam, Buam“. Das Lied ist eine bairische Bearbeitung des Sailor-Hits „Girls, Girls, Girls“. Die mit bumm film entstandene Produktion erscheint beim Label Gutfürdich.
26. 7 1927 - Das Kennedy-Brünnlein spendet erstmals Wasser
München-Ramersdorf * Das Kennedy-Brünnlein an der Ramersdorfer Kirchhofmauer spendet erstmals Wasser.
19. 4 1635 - Das Gelübde der Schwedengeiseln wird eingelöst
Ramersdorf * Das von den Schwedengeiseln geleistete Gelübde wird eingelöst. Die „Wallfahrt zu Ehren der Gottesmutter“ führt nach Maria Ramersdorf, wo auch ein großes Votivbild angebracht wird.
21. 6 1632 - Die Schwedengeiseln wollen eine Votivtafel spenden
Augsburg * Die Schwedengeiseln leisten ein Gelübde. Sie wollen nach ihrer Befreiung eine Wallfahrt und einen „Dankgottesdienst zu Ehren der Gottesmutter“ ausrichten und eine Votivtafel spenden.
1. 11 1900 - Der Ostfriedhof wird eingeweiht
München-Obergiesing * Der nach Plänen von Hans Grässel erweiterte und neu gestaltete Ostfriedhof wird eingeweiht. In die Anlage sind die seit 1817 bestehenden „Auer Leichenäcker“ einbezogen. Den architektonischen Mittelpunkt bildet die monumentale Aussegnungshalle mit ihrer weithin sichtbaren Kuppel. Die Baukosten betragen 1.052.510 Mark. Die einzelnen Gräberfelder werden schrittweise nach Bedarf angelegt; ihr Ausbau zieht sich bis 1912 hin. Die Anlage umfasst nach diesen historischen Angaben 28,43 Hektar und bietet Platz für 34.300 Gräber.
Grässel versteht den Friedhof als gestalterische Einheit aus Architektur, Grünanlagen und Grabdenkmälern. Die einzelnen Grabstätten sollen sich in das Gesamtbild einfügen. Einfache Formen und aufeinander abgestimmte Grabmäler sollen verhindern, dass aufwendiger Grabschmuck die benachbarten Ruhestätten optisch verdrängt. Damit gehört Grässel zu den Wegbereitern einer Reform der Friedhofs- und Grabmalkultur.
Repräsentative Familiengrabstätten bleiben dennoch Bestandteil seines Entwurfs. Die Gruftplätze entlang der Umfassungsmauern bieten dem wohlhabenden Bürgertum Raum für aufwendigere Grabanlagen. Auch hier soll eine abgestimmte Architektur das Erscheinungsbild bestimmen: Die Erwerber müssen ihre Grabplätze mit einer Kapelle oder einer offenen, ästhetischen Anforderungen entsprechenden Überdachung versehen. Die Entwürfe sind zur Genehmigung vorzulegen.
1927 - Die Parkanlage am Tassiloplatz wird umgestaltet
München-Au * Von 1927 bis 1933 wird die Parkanlage am Tassilopolatz umgestaltet.
- Der Teich verschwindet und im Süden wird ein großer Sandkasten errichtet.
- Bei dieser Umgestaltung bleibt der inzwischen groß gewordene Baumbestand mit Ausnahme der in der Mitte stehenden Bäume erhalten.
- Die Wege führen parallel zu den angrenzenden Straßen um die Rasenfläche herum.
Erstellung: 1898
Architekt: Mund Johann, Fuchs Richard, Wagner Hans, Liebergesell und Lehmann
Erstellung: 1907
Erstellung: 1865
Erstellung: 1860
Erstellung: 1913
Architekt: Rehlen Robert, Leitenstorfer Hermann
Baustil: historisierend
Erstellung: 1918
Architekt: Leitenstorfer Hermann
| Entfernung | Straße | Name | Von | Bis | Route |
|---|---|---|---|---|---|
| 646 m | Görzer Straße 31 | Hegnauer Hermann | 1936 | 1947 |