21. 6 1962 - Die Schwabinger Krawalle beginnen auf der Leopoldstraße
München-Schwabing * Am Fronleichnamsabend löst die Münchner Stadtpolizei zunächst zwei Versammlungen auf. Gegen 21:45 Uhr fordert sie am Monopteros im Englischen Garten rund 50 Zuhörer dreier Gitarristen auf, auseinanderzugehen. Knapp eine halbe Stunde später greift eine andere Streife am Wedekindplatz ein, wo sich rund 150 Menschen um drei Gitarristen versammeln. In beiden Fällen gehen die Zuhörer ohne größere Zwischenfälle auseinander.
Gegen 22:35 Uhr rücken zwei Beamte zur Kreuzung von Leopold- und Martiusstraße aus. Anwohner beschweren sich über Lärm. Rund 200 Menschen hören dort fünf jungen Musikern zu, die russische Volkslieder singen und auf Gitarren begleiten. Die Musiker heißen Michael Erber, Klaus Olbrich, Wolfram Kunkel, Hans „Sitka“ Wunderlich und Rüdiger Herzfeldt. Als die Beamten sie auffordern, in den Streifenwagen einzusteigen, halten Zuhörer das für eine Festnahme und protestieren lautstark. Es kommt zu Rangeleien. Als aus einem Reifen des Streifenwagens Luft entweicht, nachdem jemand sie herausgelassen hat, fordern die Beamten Verstärkung an.
Die Polizei drängt die inzwischen auf mehrere Hundert Menschen angewachsene Menge mit Gummiknüppeln zurück. Nach dem Abzug der Beamten strömen nach Schätzungen bis zu 5.000 Menschen auf die Leopoldstraße. Einige stellen Stühle auf die Fahrbahn oder setzen sich auf die Straße. Der Auto- und Straßenbahnverkehr kommt zum Erliegen. Erst nach einer zweiten Räumung erklärt die Polizei den Einsatz am 22. Juni um 1:40 Uhr für beendet. Laut Polizeibericht sind rund 90 Beamte im Einsatz. Die Polizei nimmt 41 Personen fest und zeigt zwei weitere nachträglich an.
21. 8 1866 - Der Zoo des Kaufmanns Benedikt Benedikt ist bankrott
München-Englischer Garten * Der Zoo des Kaufmanns Benedikt Benedikt am Westrand des Englischen Gartens ist nach drei Jahren schon wieder bankrott. Die Versteigerung des auf 118.000 Gulden geschätzten Geländes wird anberaumt, doch es findet sich kein Käufer. Das Gelände übernimmt die Stadt, die Wirtschaftsgebäude werden für den Betrieb eines Kaffeehauses verpachtet.
23. 7 1863 - Der erste - öffentliche - Zoo Münchens wird eröffnet
München-Schwabing * Der erste - öffentliche - Zoo in München wird eröffnet. Er ist auf Initiative des Münchner Großhändlers Benedikt Benedikt in einem von ihm erstandenen Gelände am Englischen Garten entstanden.
Die Münchner Presse feiert den neuen Zoologischen Garten: „Während andere Weltstädte, wie London, Paris, Brüssel, Amsterdam, Wien, Berlin, Frankfurt und Dresden längst ihre Tiergärten hatten, war der Münchner darauf angewiesen, zu warten, bis irgend ein Menageriebesitzer seine hölzerne Baracke vor dem Karlstor aufgeschlagen hat, und wo man im Gedränge meist bei großer Hitze und höchst unangenehmen Gerüchen nur vorübergehend die seltenen ausländischen Tiere beschauen konnte. Dieses ist nun anders geworden; auch München hat nun einen Tiergarten ganz eigener Art erhalten, es hat einen neuen Vergnügungsort gewonnen, der allgemeine Anerkennung verdient, denn er verbindet Belehrung und Unterhaltung, wie keiner in der ganzen Stadt, und wird mit Recht ein Lieblingsplatz der intelligenten Bevölkerung werden.“
1 1863 - Zukäufe für den Zoologischen Garten
München-Englischer Garten - Schwabing * Der Großhandelsaufmann Benedikt Benedikt vergrößert durch Zukäufe sein für einen Zoologischen Garten vorgesehenes Grundstück am Westrand des Englischen Gartens. Es hat jetzt die Größe von sechs Fußballfeldern und ist damit etwa ein Zehntel des heutigen Tierparks Hellabrunn.
Die landschaftliche Anlage des Zoologischen Gartens übernimmt der königliche Hofgärtner August Klein. Die Bauten erstellt der Münchner Architekt Carl Schönhammer. Als nächstes werden Tiere angeschafft, die das Münchner Klima vertragen müssten.
1900 - Josef „Beppo“ Benz eröffnet eine Kleinkunstbühne in Schwabing
München-Schwabing * Der Tenor Josef „Beppo“ Benz eröffnet in der Leopoldstraße 50 die „Benz-Kleinkunstbühne“. Das Haus, in dem sich eine gutbürgerliche Gaststätte befindet, hat er sich „erheiratet“.
Hier tritt er selbst als Sänger auf und bietet anderen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne. Die Benz-Kleinkunstbühne wird bald zum Stammlokal von Ludwig Thoma, Ignatius Taschner, Albert Langen, Ferdinand von Reznicek, Rudolf Wilke und Dr. Georg Hirth.
22. 6 1962 - Polizei räumt erneut die Leopoldstraße
München-Schwabing * Am Freitagabend setzen sich die Schwabinger Krawalle fort. Ab 21 Uhr drängen immer mehr Menschen auf die Fahrbahn der Leopoldstraße und blockieren den Verkehr. Nach Beschwerdeanrufen rückt die Münchner Stadtpolizei an.
Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel und Kriminaldirektor Manfred Schreiber suchen das Gespräch mit den Protestierenden. Auf der Leopoldstraße halten sich nach Schätzungen rund 10.000 Menschen auf. Pfiffe und Rufe übertönen Vogel und Schreiber. Die Polizei räumt die Straße erneut mit Gewalt.
Die Auseinandersetzungen dauern bis in die frühen Morgenstunden des 23. Juni. Laut Polizeibericht sind mehr als 100 Beamte im Einsatz. Die Polizei nimmt 24 Personen fest und zeigt vier weitere nachträglich an.
Um 1823 - Nikolaus Freiherr von Maillot de la Treille lässt sich ein Schlösschen erbauen
München-Englischer Garten - Schwabing * Der baierische Kriegsminister Nikolaus Freiherr von Maillot de la Treille lässt sich von dem Architekten Jean Baptiste Métivier am Westrand des Englischen Gartens ein Schlösschen im Stil der italienischen Renaissance erstellen.
Es befindet sich an der Stelle des heutigen Verwaltungsgebäude der Generaldirektion der Allianz-Versicherung.
Ab 1890 - Ernst Philipp Fleischer lebt dauerhaft in München
München * Ernst Philipp Fleischer lebt dauerhaft in München: zunächst in der Ottostraße 1, später in der Leopoldstraße 20.
25. 6 1962 - Letzte Nacht der Schwabinger Krawalle
München-Schwabing * Am Montagabend versammeln sich nach einer Schätzung rund 2.500 Menschen an der Leopoldstraße. Mehrere Hundert Jugendliche blockieren erneut den Verkehr. Gegen 1 Uhr in der Nacht zum 26. Juni räumt die Münchner Stadtpolizei die Straße. Damit enden die Schwabinger Krawalle nach fünf Nächten.
Rund 360 Beamte sind im Einsatz. Die Polizei kesselt einen Teil der Menge ein und nimmt mehr als 200 Menschen kurzzeitig zur Feststellung ihrer Personalien in Gewahrsam. Der Polizeibericht weist für diese Nacht 35 Festnahmen und sieben nachträgliche Anzeigen aus. Unter den Teilnehmern der Krawalle ist auch Andreas Baader, der später die Rote Armee Fraktion (RAF) mitgründet.
Während der fünf Nächte verzichtet die Stadtpolizei auf Wasserwerfer. Für deren Einsatz müsste sie die Straßenbahnoberleitungen aus Sicherheitsgründen stromlos schalten lassen. Bei den sommerlichen Temperaturen bezweifelt die Polizei zudem, dass sich die Menge mit Wasser vertreiben lässt.
1793 - Das Amphitheater im Englischen Garten entsteht
München-Englischer Garten - Schwabing * Nördlich des Rumford-Hauses im Englischen Garten - in der Umgebung der Martiusbrücke nahe der Königinstraße - entsteht das Amphitheater mit einem Durchmesser von 180 Fuß = ~ 60 Meter.
24. 6 1962 - Neue Straßenblockaden und 85 Festnahmen in Schwabing
München-Schwabing * Am Sonntag kommen weniger Menschen auf die Leopoldstraße als am Vorabend. Pressebeobachter zählen rund 3.000 Anwesende. Einige studentische Gruppen sprechen sich inzwischen gegen eine Fortsetzung der Proteste aus. Dennoch blockieren Menschen erneut die Straße, und es kommt zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei. Laut Polizeibericht sind mehr als 450 Beamte im Einsatz. Die Polizei nimmt 85 Personen fest und zeigt 13 weitere nachträglich an.
Zeitgenössische Beobachter schreiben die Gewalt Jugendlichen zu, die sie als „Halbstarke“ bezeichnen. Spätere Untersuchungen können diese Zuschreibung nicht bestätigen. Der Anteil der Studierenden unter den Protestierenden liegt am Sonntag höher als am Vortag.
1934 - Ausbau der Omnibusstraße durch den Englischen Garten
München-Englischer Garten - Lehel - Schwabing * Ausbau der Omnibusstraße durch den Englischen Garten zwischen Martiusbrücke und Oettingnstraße.
5. 5 1718 - Schloss Suresnes wird zum Adelssitz erhoben
Schwabing * Kurfürst Max Emanuel erhebt das Schwabinger Schlösschen seines Geheimen Rats und Kabinettsekretärs Ignaz von Wilhelm unter dem Namen Sourenne zum Adelssitz und verleiht ihm die Niedergerichtsbarkeit. Das Schloss mit seinem Garten an der Werneckstraße ist bis heute erhalten und heißt heute Suresnes.
19. 2 1727 - Kölns Kurfürst Clemens August erhält Schloss Suresnes zur Nutzung
Schwabing * Mit einem Vertrag überlässt der Geheime Rat und Kabinettssekretär Franz Xaver Ignaz von Wilhelm sein in Schwabing gelegenes Schloss Suresnes dem Kölner Kurfürsten Clemens August zur Nutzung. Dafür erhält Wilhelm das Nutzungsrecht am Schloss Ammerland am Starnberger See „mit der Jagd, der Fischerei und der Gärtnerei“. Die Eigentumsrechte und Unterhaltspflichten an beiden Schlössern bleiben durch diesen Vertrag unangetastet.
Über die Hintergründe des Nutzungstausches gibt es keine Unterlagen. Die Vermutung ist naheliegend, dass der Kölner Fürstbischof eine verschwiegenes Absteigequartier nahe Münchens für seine amourösen Vergnügungen sucht. Der prachtliebende und den Freuden des Lebens sehr zugetane Fürst, der aufgrund seiner fünf Bistümer auch „Monsieur de Cinq-Eglises“ genannt wird, ist bis zum Todesjahr des Geheimen Rats Franz Xaver Ignaz von Wilhelm, 1741, Hausherr auf Schloss Suresnes.
4. 6 1919 - Ernst Toller wird im Suresnes-Schlösschen in Schwabing verhaftet
München-Schwabing * Ernst Toller wird im Suresnes-Schlösschen in Schwabing verhaftet.
Um 1900 - Die Georgenstraße 8 erhält ein neobarockes Palais
München-Schwabing * Das Haus an der Georgenstraße 8 wird nach Plänen von Josef Hölzle umfassend umgestaltet. Es entsteht ein palastähnliches Wohngebäude im Bauwerk im Wiener Ringstraßen-Stil mit reich gegliederten Fassaden und Kuppeln. Im Osttrakt befindet sich eine Hauskapelle.
1. 11 1790 - Der Lehrbetrieb in der Veterinärschule wird aufgenommen
München-Englischer Garten - Schwabing * Der Lehrbetrieb in der Veterinärschule wird durch den Professor der Tierarzneikunst und Medizinalrat Anton Joseph Will aufgenommen.
1. 5 1790 - Die Thierartzney-Schule wird in der Gemeinde Schwabing eröffnet
München-Englischer Garten - Schwabing * Die „Thierartzney-Schule“ wird unter der Leitung des Medizinalrats Professor Dr. med. Anton Will in der sogenannten Jesuitenwasch in der damals noch selbstständigen Gemeinde Schwabing eröffnet.
Die Tierarzneischule beschäftigt sich mit der Bekämpfung einbrechender Viehseuchen sowie der Ausbildung geschickter Tierärzte und guter Huf- und Kurier-Schmiede für die Kavallerie-Regimenter. Der Lehrbetrieb wird aber erst am 1. November aufgenommen.
29. 4 1791 - Das Rumford-Haus im Englischen Garten wird errichtet
München-Lehel * Das Rumford-Haus im Englischen Garten, errichtet nach den Plänen des Baumeisters Johann Baptist Lechner, ist fertiggestellt. Im Hauptschloss befindet sich ein großer Speisesaal, denn das Bauwerk dient während der Militärübungen im Nordteil des Englischen Gartens als Offiziers-Casino.
Dieser Militärsaal erhält später den Namen Rumfordsaal.
15. 5 1705 - München wird von den Kaiserlichen belagert
München * Feldmarschall Johann Franz Graf von Gronsfeld rückt mit rund 8.000 kaiserlichen und verbündeten Soldaten sowie Belagerungsgeschützen vor München. Er fordert die sofortige Übergabe und droht andernfalls mit der Beschießung der Stadt. Teile der Bürgerschaft wollen Widerstand leisten, doch Regierung und Stadtmagistrat erkennen die militärische Übermacht und nehmen Verhandlungen auf.
Gronsfeld sichert schriftlich zu, die in München lebenden Söhne Kurfürst Max Emanuels nicht anzutasten und die Rechte der Bürgerschaft zu wahren. Außerdem sollen die Kosten der Einquartierung nicht allein den Bürgern auferlegt, sondern auch vom Hofpersonal, vom Adel und von der Geistlichkeit getragen werden. Daraufhin stimmt die Stadt der kampflosen Übergabe zu.
23. 6 1962 - 14 Schwerverletzte bei Zusammenstößen auf der Leopoldstraße
München-Schwabing * Am Samstagabend versammeln sich erneut bis zu 10.000 Menschen auf der Leopoldstraße. Einige errichten Straßenblockaden und zünden Feuerwerkskörper, um die Pferde der berittenen Polizei zu erschrecken. Aus der Menge fliegen Flaschen und Steine in Richtung der Polizei. Drei Beamte werden verletzt.
Die Polizei setzt in großem Umfang Schlagstöcke ein. Bei den Zusammenstößen werden 14 Menschen aus der Menge schwer verletzt. Der Student Georg Friz erleidet einen Leberriss und schwebt in Lebensgefahr. Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel macht für die Ausschreitungen vor allem Menschen verantwortlich, die er als „Pöbel aller Stadtviertel“ bezeichnet.
Laut Polizeibericht sind mehr als 150 Beamte im Einsatz. Die Polizei nimmt 16 Personen fest und zeigt neun weitere nachträglich an.
10. 3 1790 - Gründung der Thier-Arzney-Schule
München-Englischer Garten - Schwabing * Kurfürst Carl Theodor ruft in einem Dekret die „Thier-Arzney-Schule“ ins Leben. Sie soll nicht nur Viehseuchen erforschen und bekämpfen, sondern auch Tierärzte und Schmiede für die Kavallerie ausbilden.
23. 10 1918 - Kurt Eisner hält im Schwabinger-Bräu seine erste Wahlkampfrede
München-Schwabing * Kurt Eisner hält im Schwabinger Bräu seine erste Wahlkampfrede seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Nur neun Tage nach seiner Haftentlassung lockt er bereits 2.000 Zuhörer in seine Versammlung. Er referiert über das Thema „Regierungssozialisten oder Sozialistenregierung“ und wirft darin dem Flügel um Erhard Auer vor, nicht das Interesse des Volkes, sondern nur das der Regierung im Auge zu haben. In der weiteren Rede fordert Kurt Eisner
- die Abdankung des Kaisers und
- einen Frieden ohne Annexion.
- Kurt Eisner verspricht sich nicht viel vom jetzigen demokratischen System und tritt ein
- für die Beseitigung aller bestehender Gewalten durch Umsturz und Revolution ein.
Am Schluss verlangt er
- „eine große deutsche Republik mit Einschluss Deutsch-Österreichs“ und
- die „Rückkehr zu den Idealen der Revolution von 1848“.
„Bissig, heiser und mit einem fanatischen Elan rechnete er mit seinen Gegnern ab. Alles um ihn war dicht besetzt. Kopf an Kopf. Er stand auf dem Podium inmitten der hockenden Leute und gestikulierte mitunter wild. Langes Haar, das fast bis auf seine Schultern herabwallte, einen noch zerzausteren Bart hatte er jetzt. Wie ein Apostel sah er aus, nur dass er einen Kneifer trug“, schreibt Oskar Maria Graf über Kurt Eisner.
20. 6 1962 - Polizei räumt den Wedekindplatz
München-Schwabing * Am späten Abend spielen Gitarristen am Wedekindbrunnen vor rund 150 Zuhörern. Einige singen mit, klatschen oder tanzen. Die Münchner Stadtpolizei schreitet wegen Ruhestörung ein. Als die Menge die Beamten mit Pfiffen und Buhrufen empfängt, fordern diese das Kleine Überfallkommando an.
Über Lautsprecher fordert die Polizei die Anwesenden dreimal auf, den Platz zu verlassen. Die Menge kommt der Aufforderung ohne größeren Widerstand nach. Die Polizei nimmt einen Studenten fest.
Am folgenden Abend spielen die Musiker erneut am Wedekindplatz. Später eskaliert ein weiterer Polizeieinsatz auf der Leopoldstraße. Damit beginnen die Schwabinger Krawalle.
Ab dem 7. 9 1972 - Das olympische Bogenschießen auf der Werneckwiese
München-Englischer Garten - Schwabing * Auf der Werneckwiese im Englischen Garten finden zwischen dem 7. und dem 10. September 1972 die olympischen Wettbewerbe im Bogenschießen statt.
16. 10 1852 - Nach dem Aufsetzen der Quadriga wird das Siegestor feierlich eröffnet
München-Maxvorstadt - Schwabing * Nach dem Aufsetzen der Quadriga wird das Siegestor feierlich eröffnet.
21. 1 1975 - „Der lange Weg nach Sacramento“
München * Das Bayerische Fernsehen strahlt im Vorabendprogramm Helmut Dietls grandiose Serie „Münchner Geschichten“ aus. In der Folge „Der lange Weg nach Sacramento“ verwandeln sich der Tscharli und seine Freunde in die Westernhelden Zorro, Gringo und Zapata.
1826 - Erste Planungsvorstellungen zum Bau des Siegestores
München-Maxvorstadt - Schwabing * Erste Planungsvorstellungen von König Ludwig I. zum Bau des Siegestores.
15. 10 1850 - Das Siegestor wird - noch ohne der Quadriga - eingeweiht
München-Maxvorstadt - Schwabing * Das Siegestor wird - noch ohne der Quadriga - eingeweiht.
Um 12 1945 - Der Abriss des Siegestores wird beschlossen
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Der Abriss des Siegestores wird beschlossen.
1840 - Friedrich von Gärtner beginnt mit den Planungen zum Siegestor
München-Maxvorstadt - Schwabing * Friedrich von Gärtner beginnt im Auftrag König Ludwigs I. mit den Planungen zum Siegestor. Johann Martin von Wagner wird mit dem Skulpturenschmuck des Siegestores beauftragt.
1. 11 1852 - Ex-König Ludwig I. schenkt der Stadt München das Siegestor
München-Maxvorstadt * Das Siegestor geht als Schenkung an die Stadt über - und damit auch der Unterhalt. Mit der Auflage, dass seine Ausrichtung nach Norden nie verändert werden darf.
16. 7 1871 - Die siegreichen bayerischen Truppen ziehen durchs Siegestor
Schwabing - München-Maxvorstadt * Die siegreichen bayerischen Truppen ziehen triumphierend durch das feierlich geschmückte Siegestor.
1938 - Der Umzug „2000 Jahre Deutsche Kultur“ nutzt das Siegestor
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Der Umzug „2000 Jahre Deutsche Kultur“ nutzt das Siegestor für seine Propaganda.
7 1954 - Die Ruine des Siegestores soll abgerissen werden
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Die Ruine des Siegestores soll abgerissen werden. Dank des Amtes für Denkmalpflege wird es 1956 jedoch notdürftig geflickt.
11. 6 1999 - Die Sanierungsarbeiten am Siegestor sind abgeschlossen
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Die Sanierungsarbeiten am Siegestor sind abgeschlossen.
22. 1 1875 - Neureuther wird mit dem Akademie-Neubau beauftragt
München-Maxvorstadt * Der Architekturprofessor des Münchner Polytechnikums (heute: TU) Gottfried von Neureuther wird mit dem Bau der Akademie der Bildenden Künste beauftragt.
3 1881 - 14 weitere Atelierräume beziehbar
München-Maxvorstadt * 14 weitere Atelierräume im Neubau der Kunstakademie werden freigegeben.
18. 10 1875 - Erste Entwürfe für den Akademie-Neubau
München-Maxvorstadt * Gottfried von Neureuther reicht die ersten Entwürfe für den Neubau der Akademie der Bildenden Künste beim Ministerium ein.
1874 - Finanzmittel für den Neubau der Akademie bereitgestellt
München-Maxvorstadt * Zwei Millionen Gulden aus dem französischen Entschädigungsfonds in Folge des gewonnenen Krieges von 1870/71 werden für den Neubau der Akademie der Bildenden Künste bereitgestellt.
1826 - Leo von Klenze durchkreuzt Gärtners Akademie-Pläne
München-Maxvorstadt * Leo Klenze, der Gegenspieler von Friedrich Gärtner, bringt dessen Auftrag für einen Neubau der Akademie der Bildenden Künste wieder zu Fall.
1885 - Der Umzug in die Kunstakademie ist abgeschlossen
München-Maxvorstadt * Der gesamte Umzug der Akademie der Bildenden Künste ist vollzogen.
1 1881 - Die ersten Künstler beziehen die Akademiegebäude
München-Maxvorstadt * Die Räume im Akademieneubau der Bildenden Künste für die Klassen der Professoren Defregger, Wagner und Müller können in bereits fertiggestellte Räume des Akademieneubaues umziehen. Drei Professorenateliers und zwölf Malräume sind zur Benutzung freigegeben.
1 1876 - Beginn der Baumaßnahmen für die Kunstakademie
München-Maxvorstadt * Die Baumaßnahmen für den Neubau der Akademie der Bildenden Künste beginnen.
Ab 1886 - Die „Raffael-Gobelins“ im neu erbauten Akademiegebäude
München-Maxvorstadt * Die „Raffael-Gobelins“ werden in den Dienstateliers von Professoren sowie im Rektorat der neu erbauten Akademie aufgehängt. Damit sind sie nicht öffentlich zugänglich.
21. 7 1895 - Franz Stuck und die Königliche Akademie der bildenden Künste
München-Maxvorstadt * Franz Stuck wird an der Königlichen Akademie der bildenden Künste Nachfolger von Wilhelm von Lindenschmitt.
1825 - Friedrich Gärtner soll einen Neubau für die Akademie errichten
München-Maxvorstadt * Friedrich Gärtner erhält den Auftrag für einen Neubau der Akademie der Bildenden Künste.
1873 - Antrag zur Finanzierung des Akademieneubaues
München-Maxvorstadt * Ferdinand von Miller sen. bringt erfolgreich einen Antrag zur Finanzierung des Akademieneubaues in den Bayerischen Landtag ein.
Ab 1954 - Der Verein zum Wiederaufbau des Chinesischen Turms renoviert
München-Englischer Garten - Lehel * Der Verein zum Wiederaufbau des Chinesischen Turms lässt den Monopteros, das Rumford-Denkmal und die Figur des Harmlos instandsetzen.
1960 - Der Verein zum Wiederaufbau des Chinesischen Turms löst sich auf
München-Englischer Garten * Der Verein zum Wiederaufbau des Chinesischen Turms löst sich auf.
16. 7 1989 - Wiederbelebung des Kocherlballs am Chinesischen Turm
München-Englischer Garten - Lehel * Zur 200-Jahr-Feier des Englischen Gartens wird die Tradition des Kocherlballs am Chinesischen Turm wiederbelebt. An jedem dritten Sonntag im Juli, um 6 Uhr früh, treffen sich Münchner Traditionalisten und sonstiges Partyvolk zum Tanz bei Volksmusikklängen. Um 10 Uhr endet die Veranstaltung.
1790 - Der Gotische Pavillon im Englischen Garten entsteht
München-Englischer Garten - Lehel * In der Nähe der Wirtschaft des Chinesischen Turms entsteht der Gotische Pavillon. Der Holzbau wird von der Münchner Bevölkerung ebenso exotisch und bizarr betrachtet wie die chinesische Baukunst. Er verschwindet - wie die meisten Holzkostruktionen - bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
12. 7 1951 - Gründung des Vereins zum Wiederaufbau des Chinesischen Turms
München - Englischer Garten * Gründung des „Vereins zum Wiederaufbau des Chinesischen Turms“.
2013 - Am Chinesischen Turm befindet sich der zweitgrößte Biergarten
München-Englischer Garten - Lehel * Am Chinesischen Turm im Englischen Garten befindet sich der mit rund 7.000 Plätzen zweitgrößte Biergarten Münchens.
29. 3 1790 - Der Chinesische Turm bekommt seinen Abschlussknopf
München-Englischer Garten - Lehel * Auf den „kinesischen thurn“ im Englischen Garten wird vom Kupferschmied Michael Leithner der Knopf angebracht.
1974 - Der Chinesische Turm erhält eine neue Schindelbedeckung
München-Lehel - Englischer Garten * Der Chinesische Turm erhält eine neue Schindelbedeckung.
Um 9 1789 - Der Chinesische Turm im Englischen Garten entsteht
München-Englischer Garten - Lehel * Nach Entwürfen des aus Mannheim stammenden Militärarchitekten Joseph Frey entsteht im Englischen Garten der Chinesische Turm. Die Initiative für den exotischen Turm geht von Sir Benjamin Thompson aus.
13. 7 1944 - Der Chinesische Turm wird von Bomben getroffen
München-Englischer Garten - Lehel * Der Chinesische Turm im Englischen Garten wird von Bomben getroffen und brennt vollständig nieder.
1904 - Der Kocherlball wird aus Mangel an Sittlichkeit polizeilich verboten
München-Englischer Garten - Lehel * Der sogenannte Kocherlball am Chinesischen Turm im Englischen Garten wird aus „Mangel an Sittlichkeit“ polizeilich verboten. Bis dahin vergnügten sich sonntags ab fünf Uhr früh die Dienstboten.
6. 9 1952 - Der wiederhergestellte Chinesische Turm wird der Öffentlichkeit übergeben
München-Englischer Garten - Lehel * Der wiederhergestellte Chinesische Turm im Englischen Garten wird der Öffentlichkeit übergeben. Er ist in seiner äußeren Erscheinung eine ziemlich genaue Rekonstruktion des ursprünglichen Bauwerks.
5. 4 2001 - Die Abendzeitung berichtet über die Rückkehr der Biber
München-Museumsinsel - Englischer Garten * „Die Biber sind wieder zurück in München“, meldet die Abendzeitung. Nördlich der Zenneckbrücke am Deutschen Museum und am Oberstjägermeisterbach im Englischen Garten lassen sich die Tiere beobachten. ß
1856 - Das Karussell am Chinesischen Turm entsteht
München-Lehel * Das Karussell am Chinesischen Turm entsteht. (Nicht schon 1823!)
1912 - Nahe dem Chinesischen Turm wird ein neues Karussell errichtet
München-Englischer Garten - Lehel * Nahe dem Chinesischen Turm wird ein neues Kinder-Karussell errichtet. Es ersetzt das Alte aus dem Jahr 1856.
1913 - Das Karussell am Chinesischen Turm geht in Betrieb
München-Englischer Garten - Lehel * Das heutige Karussell am Chinesischen Turm, ein Gemeinschaftswerk des Schwabinger Bildhauers Joseph Erlacher und des Dekorationsmalers August Julier, geht in Betrieb und dreht noch heute seine Runden.
782 - Erstmalige Nennung von Schwabing
Schwabing * Erstmalige Nennung von Schwabing.
1790 - Südlich des Chinesischen Turms entsteht die Chinesische Wirtschaft
München-Englischer Garten - Lehel * Die Aufbauarbeiten am Chinesischen Turm sind abgeschlossen. Südlich des China-Turms entsteht die Chinesische Wirtschaft. Es ist ein Rechteckbau mit vier niedrigen Eckpavillons, sowie Haupt- und Nebengebäuden aus Holz mit den charakteristisch geschweiften Dächern. Im Inneren befindet sich sogar ein „Porcellain-Zimmer“.
24. 5 1965 - Der Brunnen im Hof des Hauses des Rechts
München-Maxvorstadt * Das Hauptwerk des Dichters Dante Alighieri heißt „La Divina Commedia - Die göttliche Komödie“. Den gleichen Namen trägt der neu gestaltete Brunnen im Hof des Hauses des Rechts in der Veterinärstraße 1.
1. 4 1792 - Die Gaststätte beim Chinesischen Turm wird eröffnet
München-Englischer Garten - Lehel * Die Gaststätte beim Chinesischen Turm wird eröffnet. Damit steht die Gartenanlage endlich der Öffentlichkeit zur Verfügung.
26. 10 2005 - Der Erweiterungsbau für die Kunst-Akademie wird eröffnet
München-Maxvorstadt * Der moderne Erweiterungsbau für die Akademie der Bildenden Künste der Architektengruppe „Coop Himmelb(l)au“ wird offiziell eröffnet.
7. 10 1918 - In der Schwabinger Ursulakirche werden drei große Glocken abgenommen
München-Schwabing * In der Schwabinger Ursulakirche werden drei große Glocken zur Verwendung als Kriegsmaterial abgenommen.
1912 - Die Gaststätte am Chinesischen Turm geht in Betrieb
München-Englischer Garten - Lehel * Die Chinesische Wirtschaft aus dem Jahr 1790 wird durch die noch heute stehende Gaststätte am Chinesischen Turm ersetzt.
15. 10 1835 - Grundsteinlegung für das Max-Joseph-Stift an der Ludwigstraße
München-Maxvorstadt * Grundsteinlegung für das Max-Joseph-Stift an der Ludwigstraße.
14. 10 1872 - Die Kreislehrerinnenbildungsanstalt zieht in die Ludwigstraße
München-Maxvorstadt * Die Kreislehrerinnenbildungsanstalt für Oberbayern hat im Gebäude des Damenstifts an der Ludwigstraße ihre neue Unterkunft gefunden. Die Lehramtsaspirantinnen müssen eine höhere Erziehungs- und Unterrichtsanstalt besuchen und anschließend eine zweijährige Fachausbildung durchlaufen, werden aber nicht in den gleichen Fächern ausgebildet wie die Männer.
Behörden und Lehrer sehen die Frau in der Schule - zwar als einen hübschen, aber dennoch - als Ärgernis erregenden Fremdkörper an. Kritiker betonen, dass der Körper der Lehrerinnen „den Anstrengungen des Schulberufs weniger gewachsen ist als der der Männer. Wir Deutsche aber, die dem konzentrischen Drucke aller Völker Europas ausgesetzt sind, können die Verweiblichung am allerwenigsten brauchen. Wir können uns in unserer Stellung nur halten aufgrund jener harten Männertugenden, die das schönste Erbteil des deutschen Volkes sind.“
- Die Lehrerinnen werden von ihrem männlichen Kollegen verteufelt, obwohl ihr Lohn sowieso schon geringer als der ihrer männlichen Kollegen ist.
- Außerdem haben die meisten weiblichen Lehrkräfte keine feste Anstellung und kommen über die untersten Stufen der Hierarchie nicht hinaus.
- Hinzu kommt noch ein strenges Zölibat, ein Heiratsverbot.
- Das verordnete Eheverbot für die Lehrerinnen ist ein wirksames Mittel, die Quote der weiblichen Lehrkräfte niedrig zu halten.
Die Unvereinbarkeit zwischen Ehe und Lehrberuf wird begründet und verteidigt. So kommt der Bayerische Landtag zur Erkenntnis, dass das Eheverbot „einem dem Interesse der Schule schädlichen Widerstreit zwischen den Pflichten einer Frau als Lehrerin und als Ehefrau“ zuvorkomme.
1961 - Umzug des Cafés Guglhupf zum Monopteros
München-Maxvorstadt * Nach der Schließung des „Café Guglhupf“ verlegt Fritz Kreutzkamm den Cafébetrieb in einen Behelfsbau an der Königinstraße nahe dem Englischen Garten. Unter dem Namen „Café Monopteros“ entwickelt sich das Kaffeehaus zu einem beliebten Treffpunkt, insbesondere für Studierende. Nachdem für die Königinstraße ein Baustopp verhängt wird und der Fortbestand des Gebäudes gesichert ist, investiert Kreutzkamm in den Standort und führt das Café bis 1975.
10. 8 1790 - Die Verwaltung und Benutzung des Englischen Gartens wird geregelt
München-Englischer Garten * Kurfürst Carl Theodor erlässt eine „Spezialresolution“, die die Verwaltung und Benutzung des Englischen Gartens und aller darin befindlichen Grundstücke und Gebäude regelt.
Bis 1973 - 38 Masttiere werden in den Ställen der Ökonomiegebäude gehalten
München-Englischer Garten - Lehel * 38 Masttiere werden in den Ställen der Ökonomiegebäude beim Chinesischen Turm gehalten.
14. 7 1789 - Der Sturm auf die Bastille fördert den Englischen Garten
Paris * Mit dem Sturm auf die Bastille beginnt in Paris die Französische Revolution. Durch dieses Ereignis wird das Militärgarten-Projekt in München [= Englischer Garten] zu einem Politikum, das in aller Eile realisiert werden muss.
Um 1800 - Auf einem Wiesengelände wird der Kleinhesseloher See angelegt
München-Englischer Garten * Auf einem Wiesengelände bei Schwabing wird der Kleinhesseloher See angelegt. Er wird zwischen 1807 und 1812 beträchtlich erweitert.
1. 5 1791 - Im Englischen Garten wird ein Manöver abgehalten
München-Englischer Garten * Im Englischen Garten wird ein Manöver abgehalten. Aus ganz Baiern beteiligen sich von jedem Regiment eine Kompanie. Das sind 1.500 Mann, davon 300 zu Pferd. Das Manöver dauert bis zum 29. Juni.
1790 - Die Schwaige mit den Ökonomiegebäuden wird erbaut
München-Englischer Garten - Lehel * Zwischen 1790 und 1791 wird die Schwaige mit den Ökonomiegebäuden hinter dem Gasthaus am Chinesischen Turm nach Plänen von Johann Baptist Lechner erbaut. Sie sind „zur Errichtung einer sogenannten Schweizerey [Hornviehzucht] von wenigstens 60 Stücken bestimmt“.
1792 - Die Ökonomiegebäude bei der Schwaige werden erweitert
München-Englischer Garten - Lehel * Die Ökonomiegebäude bei der Schwaige im Englischen Garten werden erweitert.
25. 5 1790 - Die erste groß angelegte Besichtigungsfahrt durch den Englischen Garten
München-Englischer Garten * Kurfürst Carl Theodor unternimmt eine erste groß angelegte Besichtigungsfahrt im offenen Gartenwagen durch den neu angelegten Englischen Garten. Doch noch ist der Park für die Öffentlichkeit gesperrt.
Der Bericht der ersten Spazierfahrt erwähnt eine Vieharzneyschule, eine Baumschule, eine Schweizerey, eine Schäferey und eine Ackerbauschule. Diese Einrichtungen sind als Lehr- und Musterbetriebe konzipiert und sollen die Landbevölkerung mit den neuesten Anbau- und Zuchtmethoden vertraut machen.
4 1971 - Das „KEKK“ bereichert die Kleinkunstszene
München-Maxvorstadt * Mit dem „KEKK“ [= Kabarett & Engagierte Kleinkunst] entsteht im Saal der legendären Gaststätte „Witwe Bolte“ in der Amalienstraße 87 eine neue Kleinkunstbühne. Initiator ist Helmut Wagner, genannt Helmuth von der Vogelweide.
Junge Kabarettisten, Liedermacher und Schauspieler finden hier eine Auftrittsmöglichkeit abseits der etablierten Bühnen. Das KEKK entwickelt sich rasch zu einem wichtigen Treffpunkt der Kleinkunstszene und bringt zahlreiche Künstler hervor, die später weit über München hinaus bekannt werden.
1807 - Der Kleinhesseloher See wird auf seine heutige Größe gebracht
München-Englischer Garten - Schwabing * Der künstlich auf einer Wiese angelegte Kleinhesseloher See wird unter der Leitung von Friedrich Ludwig Sckell auf seine heutige Größe von acht Hektar gebracht. Die Arbeiten dauern bis 1812.
2. 8 1914 - Ausländische Studenten verlassen die Universitätsstadt München
München * An den Münchner Hochschulen, wozu die Ludwig-Maximilians-Universität, die Technische Hochschule, die Königliche Akademie der Künste und die Königliche Akademie der Tonkünste gehören, sind
- 412 Studierende aus Österreich-Ungarn,
- 376 aus Russland und
- 50 Studenten aus dem Königreich Serbien eingeschrieben.
Diese verlassen die Stadt - aus unterschiedlichen Gründen - umgehend.
5. 9 1900 - Lenin lebt unter dem Decknamen „Meyer“ in München
München-Schwabing * Der russische Revolutionär Wladimir Iljitsch Uljanow, später als Lenin bekannt, lässt sich während seiner Emigration in München nieder. Unter dem Decknamen „Meyer“ wohnt er beim sozialdemokratischen Gastwirt Georg Rittmeyer in der damaligen Kaiserstraße 53, heute Nummer 46. Er hält sich dort ohne polizeiliche Anmeldung auf.
9. 8 1923 - Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Großfeuer“
München-Maxvorstadt * Premiere des Valentin-Karlstadt-Bühnenstücks „Großfeuer“ im Steinickesaal in der Adalbertstraße 15. Das Stück wird 67 Mal aufgeführt.
1. 9 1962 - AStA legt Bericht zu den Schwabinger Krawallen vor
München-Maxvorstadt * Der Allgemeine Studentenausschuss (AStA) der Ludwig-Maximilians-Universität veröffentlicht seinen Untersuchungsbericht zu den Schwabinger Krawallen. Er kommt zu dem Schluss, dass Studierende nur an den ersten Protestabenden eine führende Rolle spielen. Deshalb stuft der AStA die Krawalle insgesamt nicht als Studentenunruhen ein. Der Münchner Stadtpolizei bescheinigt der Bericht ein „taktisch unkluges Vorgehen“.
Ab 1941 - Professor Walther Wüst ist Rektors der Universität München
München-Maxvorstadt * Professor Walther Wüst bekleidet von 1941 bis 1945 das Amt des Rektors der Universität München.
29. 12 1830 - König Ludwig I. lässt die Universität schließen
München-Kreuzviertel * König Ludwig I. lässt die Universität schließen, weil es dort zwischen dem 24. und 29. Dezember 1830 zu einer Randale von Münchner Studenten gekommen ist.
29. 6 1962 - Studentenparlament kritisiert Polizei und einzelne Protestierende
München-Maxvorstadt * Nach den Schwabinger Krawallen missbilligt das Studentenparlament, die gewählte Vertretung der Studierenden an der Ludwig-Maximilians-Universität, das aus seiner Sicht „teilweise kriminelle Verhalten“ einzelner Protestierender. Die Hauptverantwortung für die Eskalation sieht es bei der Polizei. Deren Vorgehen bezeichnet es als „unklug und rücksichtslos“.
5. 6 1962 - „Unikrawall“ nach einem Jazzkonzert
München-Maxvorstadt * Nach einem Jazzkonzert in der Aula der Ludwig-Maximilians-Universität bitten zahlreiche Konzertbesucher die Musiker, auf dem Geschwister-Scholl-Platz weiterzuspielen. Rund 2.000 Menschen versammeln sich vor der Universität. Als die Münchner Stadtpolizei eintrifft, empfängt die Menge die Beamten mit Buhrufen. Es kommt zu Rangeleien. Die Polizei nimmt zunächst zwei Personen fest.
Ein Teil der Menge blockiert die Abfahrt des Polizeiwagens. Dabei werden Reifen des Wagens beschädigt. Die Beamten fordern Verstärkung an. Zwei Funkstreifenwagen, das Kleine und das Große Überfallkommando sowie der Bereitschaftszug der Stadtpolizeischule rücken an. Die Polizei zerstreut die Menge und nimmt sieben weitere Personen fest. Gegen alle neun Festgenommenen erstattet sie Anzeige wegen Auflaufs und Landfriedensbruchs.
Die Auseinandersetzung wird als „Unikrawall“ bekannt und gilt als Vorläufer der Schwabinger Krawalle, die am 21. Juni 1962 beginnen.
26. 7 1847 - Dem Korps Alemannia werden alle Rechte garantiert
München * Dem Korps Alemannia werden alle Rechte garantiert, die auch die anderen Korps haben. Die neue Studentenverbindung Alemannia steht unter dem Schutz der Lola Montez - und versteht sich umgekehrt als ihre Garde. Angeblich sind ihre roten Mützen aus den Unterröcken der Tänzerin geschneidert.
Es wird nicht lange dauern, bis man die Alemannen als „Lolamannen“ diffamiert. Mehr wie achtzehn Mitglieder zählt die Verbindung nie. Wenn sie die Hörsäle betreten, ertönt ein gellendes Pfeifkonzert, weshalb sie sich bevorzugt im Kaffeehaus Rottmann treffen. Es befindet sich gegenüber dem Hofgartencafé von Luigi Tambosi, am anderen Ende des Bazargebäudes.
Der 23-jährige Jurastudent Elias [genannt Fritz] Peißner aus Vilseck in der Oberpfalz ist der leitende Senior der Verbindung. Er hat eine Art Büro im Palais Montez eingerichtet und ist verdächtigt, Lolas Liebhaber zu sein.
29. 7 1871 - Die Universität wählt Ignaz von Döllinger zu ihrem Rektor
München-Maxvorstadt * Die Universität wählt Ignaz von Döllinger zu ihrem Rektor.
26. 6 1962 - Rund 250 Menschen fordern Aufklärung der Schwabinger Krawalle
München-Lehel - Englischer Garten * Am Tag nach der letzten Krawallnacht kommen rund 250 Menschen am Monopteros zusammen. Das Ordnungsamt hat die geplante Protestkundgebung verboten. Die Veranstalter bleiben dem Treffen fern. Die Anwesenden diskutieren über die Ereignisse der vergangenen Tage und fordern in einer Resolution, die Vorfälle gründlich zu untersuchen und Polizeibeamte mit sichtbaren Dienstnummern zu kennzeichnen.
Die Polizei beobachtet das Treffen, das ohne Zwischenfälle verläuft. Der Allgemeine Studentenausschuss (AStA) der Ludwig-Maximilians-Universität distanziert sich in einem Flugblatt von den Protesten.
1832 - Ein künstlicher Hügel wird im Englischen Garten aufgeschüttet
München-Englischer Garten - Lehel * Ein künstlicher Hügel wird im Englischen Garten aufgeschüttet. Ziegelfundamente in fast gleicher Höhe wie der Monopteros selbst, geben dem Kunstberg den nötigen Halt. Der Hügel besteht aus Ziegelsteinen, Resten der Stadtbefestigung und angefallenem Erdreich.
1836 - Die Bauarbeiten am Monopteros beginnen
München-Englischer Garten - Lehel * Die Bauarbeiten am Monopteros, auf dem durch Menschenhand künstlich aufgeschütteten Hügel, beginnen. Die Arbeiten dauern bis 1837. Der Architekt ist Leo von Klenze.
Heute geht hier der Blick geht über die „Po-Ebene“, weil sich hier das bevorzugte Revier der sich hüllenlos sonnenden Parkbesucher befindet.
Um 9 1789 - Ein Apollo-Tempel als Staffage-Bau im Englischen Garten
München-Englischer Garten - Lehel * Nach Planungen des Ingenieur-Lieutenants beim Hofkriegsrat, Johann Baptist Lechner, entsteht ein Apollo-Tempel als Staffage-Bau im Englischen Garten .
- Das von spiegelnden Wassern umgebene Hein-Heiligtum befindet sich im alten Hirschangerwald auf einer Halbinsel.
- Der Rundtempel mit Dorischer Ordnung ist im wesentlichen eine Holzkonstruktion.
- Die Gebälkzone und das Kuppelinnere sind zum Teil gemauert, zum Teil aus stuckiertem Holz.
- Die Kuppelabdeckung besteht aus Blech.
- Seinen Standort nimmt heute die Steinerne Bank ein.
1791 - Der Apollo-Tempel erhält eine geschnitzte Statue
München-Englischer Garten - Lehel * Der Apollo-Tempel im Hirschangerwald erhält seine vom kurfürstlichen Hofbildhauer Josef Nepomuk Muxel geschnitzte Statue.
1807 - Friedrich Ludwig Sckell will den Apollo-Tempel abreißen lassen
München-Englischer Garten - München-Lehel * Friedrich Ludwig Sckell will den Apollo-Tempel wegen seiner missglückten Proportionen sowie der schlechten Bauweise abreißen lassen. Er wird aber noch vermutlich bis 1838 stehen bleiben.
1838 - Die Steinerne Bank wird statt des Apollo-Tempels errichtet
München-Englischer Garten - Lehel * Der im Hirschangerwald gelegene Apollo-Tempel wird wegen Baufälligkeit entfernt. Dafür entsteht an gleicher Stelle ein anderes Idyll: die Steinerne Bank, die Leo von Klenze nach Art einer griechischen „Exedra“ errichtet.
1841 - Das Georgianum zieht in den Neubau an der Ludwigstraße
München-Maxvorstadt * Das Georgianum, das weltweit einzige staatliche Priesterseminar, zieht in seinen Neubau an der Ludwigstraße.
9. 6 1921 - Karl Gareis wird von Rechtsradikalen ermordet
München-Schwabing * Der USPD- und Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag Karl Gareis wird nach einem Vortrag im Mathäserbräu zum Thema „Säkularisierung der Schule“ vor seinem Wohnort in der Freystraße 1 in Schwabing von einem unbekannten Täter aus dem Hinterhalt erschossen. Als verantwortlich für diesen Mord gilt die rechtsextreme „Organisation Consul“. Es ist ein sogenannter „Fememord“.
1818 - Die Tabakfabrik wird in ein Bad umgewandelt
München-Englischer Garten - Lehel * Die nahe dem Diana-Tempel am östlichen Rand des Englischen Gartens gelegene Tabakfabrik wird in ein Bad umgewandelt. Bald bürgert sich dafür der Name Diana-Bad ein.
11. 10 1725 - Die neue Münchner Burgfriedensgrenze
München * Eine Hofkommission und Vertreter der Stadt umreiten die neue Münchner Burgfriedensgrenze.
7. 11 1724 - Münchens Burgfriedensgrenze wird neu geregelt
München * Kurfürst Max Emanuel bestätigt den Münchner Burgfrieden mit veränderten Grenzen.
Ursprünglich reicht der zum Hoheitsgebiet der Stadt zugerechnete Burgfrieden im Norden bis unmittelbar vor das Dorf Schwabing. Das Leprosenhaus am heutigen Nicolaiplatz gehörte noch zum Stadtgebiet. Von dort aus zieht sich die Stadtgrenze etwas südöstlich zur heutigen Veterinärstraße, überquert hier den Schwabinger Bach und in schnurgerader Richtung die Hirschau bis zur Isar. Da aber Kurfürst Max Emanuel souverän über die Hirschau als Jagdgebiet verfügen will, klammert er das Gebiet aus dem Münchner Burgfrieden aus und erklärt: „Wür aber ersagte Hirschau Uns zu Unseren fürstlichen Jagden und Lust specialiter gnädigst reserviert haben.“
Mit der Ausgemeindung der Hirschau aus dem Burgfrieden der Stadt verläuft nun die Stadtgrenze vom Schwabinger Bach aus stark südöstlich bis etwa an die Stelle des heutigen Monopteros, in dessen Nähe sich heute auch die Burgfriedenssäule mit der Nummer 12/13 befindet. Für die Ausgemeindung der Hirschau aus dem Stadtgebiet Münchens wird die Stadt durch die Eingemeindung der drei Mühlen am Dreimühlenbach, der Schwalbensteinmühle, der Au- oder Papiermühle und der Brudermühle entschädigt. Gleichzeitig wird das Lehel der städtischen Gewalt unterstellt. Eine schriftliche Fixierung des Münchner Burgfriedens erfolgt aber erst zwölf Jahre später.
1932 - Das Sckell-Denkmal muss abgetragen werden
München-Englischer Garten - Schwabing * Das Sckell-Denkmal am Südufer des Kleinhesseloher Sees muss abgetragen werden. Das aus Grünkalkstein bestehende Denkmal ist schnell verwittert.
1939 - Das Sckell-Denkmal wird durch eine Kopie ersetzt
München-Englischer Garten - Schwabing * Das im Jahr 1932 beseitigte „Sckell-Denkmal“ am Südufer des „Kleinhesseloher Sees“ wird durch eine Kopie von Georg Petzold aus „Kalktuff“ ersetzt.
1824 - Ein Denkmal für Friedrich Ludwig von Sckell
München-Englischer Garten - Schwabing * König Max I. Joseph lässt am Südufer des Kleinhesseloher Sees durch den Bildhauer Ernst von Bendel für Friedrich Ludwig von Sckell ein Denkmal errichten.
1790 - Ein Bierausschank für die im Englischen Garten beschäftigten Arbeiter
München-Englischer Garten - Schwabing * An der ursprünglichen nördlichen Grenze des Englischen Gartens befinden sich zwei kleine Holländische Bauernhäuser, die dem Parkwächter Josef Tax als Wohnung dienen.
Er hält Kühe und Esel und betreibt außerdem einen Bierausschank für die im Englischen Garten beschäftigten Arbeiter und Tagelöhner. Damit legt er den Grundstein für das später so beliebte Ausflugslokal Kleinhesselohe, das anfangs im Volksmund auch Kleines Eselsloch genannt wird.
1793 - Im Englischen Garten entsteht ein Diana-Tempel
München-Englischer Garten - Lehel * Am östlichen Rand des Englischen Gartens entsteht ein Diana-Tempel.
13. 8 1789 - Der Auftrag zur umgehenden Verwirklichung des Englischer Gartens
München-Englischer Garten - Hirschanger * Kurfürst Carl Theodor unterzeichnet ein Dekret, wonach er „den hiesigen Hirsch-Anger [...] zur allgemeinen Ergötzung für Dero Residenzstadt München herstellen zu lassen, und diese schönste Anlage der Natur dem Publikum in ihrem Erholungs-Stunden nicht länger vor zu enthalten gnädigst gesonnen“ sei.
Sir Benjamin Thompson erhält den Auftrag, den Landschaftspark unverzüglich zu verwirklichen. Der geplante Volksgarten wird zunächst Theodors-Park, später Englischer Garten genannt.
1935 - Das baufällig gewordene See-Restaurant Kleinhesselohe wird abgerissen
München-Schwabing - Englischer Garten * Das baufällig gewordene See-Restaurant Kleinhesselohe wird abgerissen und durch einen etwas größeren hölzernen Neubau von Professor Rudolf Esterer ersetzt.
1970 - Das Seehaus am Kleinhesseloher See wird wegen Baufälligkeit abgerissen
München-Englischer Garten - Schwabing * Das Seehaus am Kleinhesseloher See wird wegen Baufälligkeit abgerissen. Danach richtet man sich in provisorischen Holzhütten ein.
1883 - Das Seehaus am Kleinhesseloher See wird als Bootshaus errichtet
München-Englischer Garten - Schwabing * Das Seehaus am Kleinhesseloher See wird von Gabriel von Seidl als Bootshaus errichtet. Später nimmt es das See-Restaurant Kleinhesselohe auf.
1955 - Das Seehaus wird wieder eröffnet
München-Englischer Garten - Schwabing * Nach der Behebung der Kriegsschäden wird das Seehaus wieder eröffnet.
2013 - Das Seehaus ist im Sommer ein stark frequentierter Biergarten
München-Englischer Garten - Schwabing * Mit 2.500 Sitzplätzen ist das Seehaus im Sommer ein stark frequentierter Biergarten.
8. 7 1789 - Die ersten Pflanzungen werden im Militärgarten vorgenommen
München-Englischer Garten * Unter dem Kommando von Benjamin Thompson nehmen Soldaten die ersten Pflanzungen für den Militärgarten vor.
19. 8 1798 - Rumford wird Bevollmächtigter Minister Baierns am Großbritannischen Hof
München - London * Sir Benjamin Thompson Reichsgraf von Rumford wird zum Bevollmächtigten Minister Baierns am Kgl. Großbritannischen Hofe ernannt und verlässt deshalb Baiern. Die Oberaufsicht über den Ausbau des Englischen Gartens gibt er gleichzeitig an seinen Nachfolger Reinhard Freiherr von Werneck ab.
1985 - Das heutige Seehaus am Kleinhesseloher See wird errichtet
München-Englischer Garten - Schwabing * Das heutige Seehaus am Kleinhesseloher See wird von den Architekten Ernst Hürlimann und Ludwig Wiedemann errichtet.
1793 - Der erste Führer des neu angelegten Englischen Gartens erscheint
München-Englischer Garten * Der erste Führer des neu angelegten englischen Gartens oder Theodors Park zu München erscheint.
1803 - Friedrich Ludwig Sckell übernimmt die Oberaufsicht über das Gartenwesen
München-Englischer Garten * Friedrich Ludwig Sckell wird die Oberaufsicht über das gesamte Gartenwesen übertragen. Der von Rumford angelegte Theodor-Park war - wenn auch dem allgemeinen Publikum gestiftet - in seiner Ausstattung doch auf eine Gesellschaft abgestimmt, die eher im höfischen Leben beheimatet ist.
8. 9 1844 - Die Ludwigskirche wird eingeweiht
München-Maxvorstadt * Die Ludwigskirche wird - nach 15-jähriger Bauzeit - durch Erzbischof Lothar Anselm von Gebsattel eingeweiht. Der ursprüngliche Weihetermin war für den 25. August 1844 vorgesehen, konnte aber nicht eingehalten werden, weshalb weder der sich inzwischen auf einer Badereise befindliche König Ludwig I., noch der Architekt Friedrich von Gärtner und der Innenminister Karl August von Abel daran teilnehmen können.
11 1799 - Die Militärgärten werden vom Englischen Garten abgetrennt
München-Englischer Garten * Die Militärgärten werden abgeschafft, dem Hoffuttermeisteramt unterstellt und vom Englischen Garten abgetrennt.
24. 7 1988 - Ein bisher noch nie erlebter Verlust von Altbäumen
München-Englischer Garten * Ein Gewittersturm und das große Ulmen-Sterben fordert im Englischen Garten einen bisher noch nie erlebten Verlust von Altbäumen. Die Abendzeitung ruft anschließend zu einer Baumspendeaktion auf. Damit können über 4.000 Bäume gepflanzt werden.
9. 8 1795 - Eine festliche Veranstaltung im Englischen Garten
München-Englischer Garten * Aus Anlass der Vermählung des 70-jährigen pfalz-baierischen Kurfürsten Carl Theodor mit der 18-jährigen Erzherzogin Maria Leopoldine aus dem Hause Österreich-Este hält der kurfürstliche Hof im Englischen Garten eine festliche Veranstaltung ab. Ausgerichtet wird das Fest vom Reichsgrafen von Rumford.
Es gibt Lustfahrten auf dem See, einen „Tanz der neun Musen“ im Apollotempel, die „Vorstellung einer baierisch-ländlichen Nationalhochzeit“, Musik und Tanz und viele andere Vergnügungen. Zum Ausklang wird der ganze Park mit tausenden Lampions beleuchtet. Außerdem hält ein „Chinese im Nationalkostüm“ eine Huldigungsrede für das Kurfürstenpaar.
Die jugendliche „Landesmutter“ ist jedoch durch „eine Unpässlichkeit an der Teilnahme verhindert“.
31. 12 1988 - Der Englische Garten hat eine Größe von 373,44 Hektar
München-Englischer Garten * Der Englische Garten hat eine Größe von 373,44 Hektar. Zum Vergleich:
- Central-Park in New York = 335 Hektar,
- Hyde-Park in London = 125 Hektar.
1809 - Pläne für eine Walhalla im Englischen Garten
München-Englischer Garten * Pläne für eine zum Andenken der „großen Teutschen“, einer Walhalla im Englischen Garten entstehen.
Seit dem Jahr 1955 - Die Ludwigskirche wird durch Erwin Schleich wiederhergestellt
München-Maxvorstadt * Die Ludwigskirche wird durch Erwin Schleich wiederhergestellt.
Um das Jahr 1820 - „Hier will das Volk gesehen, gefallen und bewundert werden“
München-Englischer Garten * Friedrich Ludwig von Sckell schreibt über den Englischen Garten: „Hier will das Volk gesehen, gefallen und bewundert werden, alle Stände müssen sich also da versammeln und in langen bunten Reihen bewegen und die frohe Jugend unter ihnen hüpfen können“.
1794 - Großes Fest im Englischen Garten
München-Englischer Garten * Widerwillig kehrt Sir Benjamin Thompson Graf von Rumford von seinem Erholungsurlaub von Italien nach München zurück. Da ihn eine - hauptsächlich aus Bettlern bestehende - Menschenmenge freundlich empfängt, organisiert er zum Dank eine großes Fest im Englischen Garten. 30.000 Besucher kommen. Ochsen werden gebraten und Bierfässer angezapft, Musikkapellen spielen und Lampions brennen.
Bis 1982 - Pferdehaltung zur Bewirtschaftung der Baumschule
München-Englischer Garten * Zur Bewirtschaftung der Baumschule und zum Einsammeln von Abfällen werden im Englischen Garten Pferde gehalten.
4. 11 1921 - Die sterblichen Überreste werden in die Ludwigskirche gebracht
München * Schon die Rückkehr des toten Ex-Königs Ludwig III. - in einem Sonderzug - soll zu einer Triumphfahrt werden. Seit der Überschreitung der bayerischem Grenze läuteten entlang der Strecke die Kirchenglocken und auf den Bahnhöfen versammeln sich Amtsträger, Honoratioren und Vereine in der Landestracht.
Der Sonderzug mit den sterblichen Überresten des Ex-Königs Ludwigs III. macht in Wildenwart Zwischenstation, um den Sarg der Ex-Königin aufzunehmen. Um Mitternacht trifft der Zug schließlich in München ein, wo man noch in der selben Nacht die beiden Särge in die Ludwigskirche bringt.
15. 8 1829 - Grundsteinlegung für die Ludwigskirche
München-Maxvorstadt * Der Grundstein für die Ludwigskirche wird gelegt.
25. 8 1829 - Der Grundstein für die Ludwigskirche wird gelegt
München-Maxvorstadt * Am Geburstag König Ludwigs I. wird der Grundstein für die Ludwigskirche gelegt.
1947 - Eine Ulmen-Krankheit vernichtet 6.000 Bäume
München-Englischer Garten * Eine Ulmen-Krankheit vernichtet im Englischen Garten 6.000 Bäume.
9. 12 1799 - Der Wirtschaftsbetrieb Englischer Garten
München-Englischer Garten * Die beiden im Jahr 1798 errichteten Säge- und Mahlmühlen werden ebenfalls dem Wirtschaftsbetrieb Englischer Garten einverleibt.
Nach 6 1945 - Der Englische Garten wird intensiv landwirtschaftlich genutzt
München-Englischer Garten * Der Englische Garten wird noch lange Zeit nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs intensiv landwirtschaftlich genutzt.
- Auf dem Hirschanger werden 93.000 Kubikmeter Schutt gelagert.
- Die Schönfeldwiese ist von Splitterschutzgräben durchzogen.
- 680 Bombentrichter hat der Bombenkrieg alleine im Englischen Garten hinterlassen.
1972 - Erneute Erweiterung des Englischen Gartens
München-Englischer Garten * Das 3,6 Hektar große Rattenhuber-Grundstück wird als Parkfläche im Englischen Garten angelegt.
1797 - Freiherr Werneck wird die Intendanz des Englischen Gartens übertragen
München-Englischer Garten * „Zur Ausfüllung seiner Mußestunden“ erhält Reinhard Freiherr von Werneck die Intendanz des Englischen Gartens übertragen.
Um 1965 - Eine eigene Kuh für die Beschäftigten des Englischen Gartens
München-Englischer Garten * Bis zur Mitte der 1960er Jahre wird für die Milchversorgung der Beschäftigten des Englischen Gartens eine eigene Kuh gehalten.
1889 - Das Fahren mit dem Rad ist im Englischen Garten verboten
München-Englischer Garten - München-Graggenau - München-Haidhausen - Bogenhausen * Das Rad fahren im Englischen Garten, in den Maximiliansanlagen und im Hofgarten ist untersagt. Auch viele Straßen der Innenstadt sind für Velocipedisten tagsüber nur zu Fuß zu benutzen, das Rad muss geschoben werden.
7. 3 1793 - Der Englische Garten wird offiziell eröffnet
München-Englischer Garten * Der Englische Garten wird für die Bevölkerung offiziell zum allgemeinen Besuch geöffnet.
3 1799 - Der Englische Garten ist dem kurfürstlichen Kabinett unterstellt
München-Englischer Garten * Der Englische Garten ist inzwischen nicht mehr der Militärbehörde, sondern dem kurfürstlichen Kabinett unterstellt.
- Reinhard Freiherr von Werneck ist hauptamtlicher Direktor des 375 Morgen großen Englischen Gartens.
- Er untersteht aber dem zum Gartenbaudirektor für die Rheinpfalz und ganz Baiern ernannten Friedrich Ludwig Sckell.
Werneck achtet hauptsächlich auf die wirtschaftliche Rentabilität der Gartenanlage. Durch landwirtschaftliche Einrichtungen soll sich das Gartenprojekt selbst tragen - und möglichst sogar einen Gewinn erwirtschaften.
Dies will Werneck durch die Erweiterung der Wiesen- und Waldflächen, durch eine Vergrößerung des Viehbestandes und den Ausbau der Ökonomie und der Mühlen erreichen. Die Ökonomie und die Schweizerey wird dem Englischen Garten einverleibt.
10. 8 1807 - Friedrich Ludwig Sckell ist unzufrieden mit dem Englischen Garten
München-Englischer Garten * Friedrich Ludwig Sckell fertigt für den Englischen Garten einen Plan B, den er gemeinsam mit Plan A samt einer erläuternden Denkschrift dem König überreicht. Darin drückt er seine Unzufriedenheit mit der Art der Bepflanzung, der er das Fehlen von „pittoresken Ansichten“ vorwirft, und der architektonischen Gestaltung der zumeist aus Holz errichteten Parkbautenaus. Diese sind nach seiner Meinung weder stabil genug gebaut, noch entsprechen sie der „reinen Baukunst“.
Den Chinesischen Turm will er sofort abreißen lassen, da „der Chinesische Geschmack der Baukunst keine Nachahmung verdienet, und wenn einst dieser ganz faul seyn wird, und abgebrochen werden muß, Kein anderer mehr erbauet werden dürfte“.
1387 - Das Jagdrevier des baierischen Herrscherhauses wird erstmals erwähnt
München-Englischer Garten - Schwabing * Die „Aw vor dem Schwäbinger Tor“, das unmittelbar an die Münchner Residenz anschließende Jagdrevier des baierischen Herrscherhauses, wird erstmals erwähnt.
- Der stadtnahe Teil führt den Namen Hirschanger mit dem Hirschangerwald.
- Flussabwärts, auf der Höhe von Schwabing, schließt sich die Hirschau an.
28. 2 1990 - Der Orkan Wiebke wütet über Deutschland
Deutschland - Schweiz - Österreich - München-Englischer Garten * Der Orkan „Wiebke“ wütet über Deutschland, Teilen der Schweiz und Österreichs. In der Folge fallen rund 70 Millionen Festmeter Sturmholz an, was ungefähr der doppelten Holzmenge entspricht, die üblicher Weise im normalen Holzeinschlag erarbeitet wird. Auch der Baumbestand im Englischen Garten ist stark betroffen.
31. 12 1825 - Der Englische Garten hat eine Größe von 231 Hektar
München-Englischer Garten * Der Englische Garten hat eine Größe von 231 Hektar.
20. 6 1789 - Kurfürst Carl Theodor ordnet die Verwirklichung der Militärgärten an
München-Englischer Garten * Kurfürst Carl Theodor beauftragt Sir Benjamin Thompson mit der Verwirklichung der Militärgärten. Er soll den Platz bestimmen, ausstecken, unter die Regimenter aufteilen und von ihnen bearbeiten lassen. Die Grundstückseigentümer werden finanziell entschädigt.
Architekt: Branca Alexander von
Erstellung: 1957
Baustil: Jugendstil
Baustil: neuklassizistisch
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1800
Erstellung: 1929
Erstellung: 1800
Baustil: Biedermeier
Architekt: Hönig Eugen, Söldner Carl
Baustil: neuklassizistisch
Erstellung: 1927
Baustil: spätklassizistisch
Architekt: Wiedemann Josef
Erstellung: 1875
Erstellung: 1800
Baustil: spätklassizistisch
Baustil: Neurenaissance
Architekt: Wahl Alfred, Bluhm Alexander
Baustil: deutsche Renaissance
Erstellung: 1893
Baustil: deutsche Renaissance
Erstellung: 1860
Erstellung: 1800
Architekt: Lang Heinrich, Liebergesell und Lehmann
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1905
Architekt: Wahl Alfred, Bluhm Alexander
Baustil: deutsche Renaissance
Erstellung: 1893
Baustil: neuklassizistisch
Erstellung: 1800
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1870
Erstellung: 1896
Baustil: neuklassizistisch
Erstellung: 1850
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1901
Architekt: Thiersch Friedrich von
Baustil: neuklassizistisch
Erstellung: 1911
Architekt: Drollinger Eugen
Baustil: deutsche Renaissance
Erstellung: 1903
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1789
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1860
Baustil: deutsche Renaissance
Baustil: neubarock
Erstellung: 1787
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1787
Erstellung: 1900
Erstellung: 1897
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1897
Baustil: Jugendstil
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Neurenaissance
Architekt: Gärtner Friedrich von, Metzger Eduard, Roth Otto, Wiedemann Josef
Baustil: Klassizismus
Erstellung: 1850
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Jugendstil
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Jugendstil
Architekt: Buchert Hermann
Baustil: barockisierend
Erstellung: 1925
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1843
Erstellung: 1897
Architekt: Neureuther Gottfried von, Thiersch Friedrich von
Erstellung: 1874
Erstellung: 1899
Baustil: Klassizismus
Baustil: barockisierend
Erstellung: 1724
Architekt: Wentzel Adolf, Wolfskehl Karl, George Stefan
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1903
Baustil: Neurenaissance
Erstellung: 1799
Baustil: Neurenaissance
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Erstellung: 1800
Erstellung: 1800
Baustil: Neurenaissance
Architekt: Gärtner Friedrich von, Bestelmeyer German
Baustil: Klassizismus
Erstellung: 1840
Baustil: Jugendstil
Baustil: Neurenaissance
Architekt: Defregger Hans, Pixis Oskar
Baustil: Historismus
Erstellung: 1924
Erstellung: 1900
Erstellung: 1910
Baustil: Jugendstil
Baustil: neuklassizistisch
Erstellung: 1789
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
Baustil: Jugendstil
| Entfernung | Straße | Name | Von | Bis | Route |
|---|---|---|---|---|---|
| 53 m | Martiusstraße 6 | Halbe Max | 1936 | 1944 | |
| 54 m | Martiusstraße 6 | Halbe Max | 0 | 0 | |
| 78 m | Martiusstraße 4 | Horvart Ödön von | 1923 | 1926 | |
| 83 m | Trautenwolfstraße 8 | Organisation Consul (O. C.) | 0 | 0 | |
| 87 m | Trautenwolfstraße 6 | Becher Johannes R. | 0 | 0 | |
| 110 m | Gedonstraße 4 | Quidde Ludwig | 0 | 0 | |
| 134 m | Leopoldstraße 42 | Goll Claire | 0 | 0 | |
| 165 m | Maria-Josepha-Straße 26 | Friedenthal Richard | 0 | 0 | |
| 167 m | Gedonstraße 8 | Troendle Hugo | 0 | 0 | |
| 167 m | Gedonstraße 8 | Hoerschelmann Rolf von | 0 | 0 | |
| 173 m | Maria-Josepha-Straße 8 | Loeb James | 0 | 0 | |
| 176 m | Nikolaiplatz 1 | Seidl Ina | 1903 | 1907 | |
| 186 m | Giselastraße 7 | Corinth Lovis | 1891 | 1897 | |
| 186 m | Giselastraße 7 | Ruederer Joseph | 1888 | 0 | |
| 186 m | Leopoldstraße 21 | Schülein Julius Wolfgang | 1908 | 1930 | |
| 188 m | Nikolaiplatz 1 | Mann Julia | 1901 | 1903 | |
| 192 m | Maria-Josepha-Straße 5 | Simm Franz | 1882 | 1918 | |
| 195 m | Giselastraße 15 | Bleeker Bernhard | 0 | 0 | |
| 195 m | Giselastraße 15 | Mann Thomas | 1898 | 1901 | |
| 198 m | Nikolaiplatz 1 | Seidel Ina | 1903 | 1907 | |
| 206 m | Leopoldstraße 27 | Winkler Eugen Gottlob | 0 | 0 | |
| 215 m | Giselastraße 23 | Jawlensky Alexel von | 0 | 0 | |
| 215 m | Giselastraße 23 | Werefkin Marianne von | 1896 | 1914 | |
| 224 m | Franz-Joseph-Straße 2 | Mann Thomas | 1905 | 1910 | |
| 235 m | Kaulbachstraße 90 | Ende Michael | 1935 | 1944 | |
| 250 m | Wilhelmstraße 2 | Halbe Max | 1904 | 1936 | |
| 263 m | Ainmillerstraße 5 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 266 m | Siegesstraße 4 | Bonsels Waldemar | 0 | 0 | |
| 284 m | Kaulbachstraße 77 | Kutscher Arthur | 1916 | 1920 | |
| 306 m | Mandlstraße 8 | Gulbransson Olaf | 1905 | 1909 | |
| 306 m | Mandlstraße 8 | Langen Albert | 1906 | 1909 | |
| 311 m | Ainmillerstraße 7 | Fleißer Marieluise | 0 | 0 | |
| 317 m | Mandlstraße 10 | Nonnenbruch Max | 1902 | 0 | |
| 320 m | Leopoldstraße 13 | Leopold Prinz von Bayern | 0 | 0 | |
| 322 m | Wilhelmstraße 3 | Gasteiger Mathias | 0 | 0 | |
| 332 m | Fendstraße 6 | Ullmann Regina | 1902 | 1923 | |
| 332 m | Hohenzollernstraße 5 | Reventlow Franziska zu | 1898 | 1899 | |
| 333 m | Leopoldstraße 41 | Reventlow Franziska zu | 1910 | 1910 | |
| 338 m | Seestraße 16 | Weber Max | 1919 | 1920 | |
| 339 m | Seestraße 16 | Böhlau Helene | 0 | 0 | |
| 339 m | Werneckstraße 19 | Reventlow Franziska zu | 1899 | 1901 | |
| 341 m | Ohmstraße 3 | Brecht Bertold | 1922 | 0 | |
| 348 m | Franz-Joseph-Straße 9 | Thoma Ludwig | 1905 | 1905 | |
| 349 m | Franz-Joseph-Straße 9 | Bachmann Ingeborg | 1958 | 1958 | |
| 351 m | Seestraße 20 | Crailsheim Friedrich Krafft von | 0 | 1926 | |
| 373 m | Ohmstraße 20 | Hausenstein Wilhelm | 1926 | 1932 | |
| 373 m | Leopoldstraße 20 | Moshammer Rudolph | 0 | 0 | |
| 375 m | Hohenzollernstraße 12 | Bonsels Waldemar | 0 | 0 | |
| 386 m | Franz-Joseph-Straße 13 | Scholl Hans | 1942 | 1943 | |
| 386 m | Franz-Joseph-Straße 13 | Scholl Sophie | 1942 | 1943 | |
| 389 m | Mandlstraße 9 | Breitbach Joseph | 0 | 0 | |
| 390 m | Königin Straße 85 | Erbslöh Adolf | 1916 | 1934 | |
| 392 m | Wilhelmstraße 9 | C. H. Beck Verlag | 0 | 1944 | |
| 398 m | Kaulbachstraße 68 | Fassbinder Rainer Werner | 0 | 0 | |
| 410 m | Leopoldstraße 51 | George Stefan | 1900 | 1903 | |
| 410 m | Kaulbachstraße 68 | Klabund | 1904 | 1904 | |
| 410 m | Kaulbachstraße 68 | Marc Franz | 1905 | 1907 | |
| 413 m | Ainmillerstraße 13 | Beer-Walbrunn Anton | 0 | 0 | |
| 418 m | Kaulbachstraße 69 | Defregger Franz von | 0 | 0 | |
| 421 m | Ainmillerstraße 18 | Kurz Isolde | 1913 | 1944 | |
| 425 m | Franz-Joseph-Straße 18 | Reznicek Ferdinad von | 0 | 0 | |
| 425 m | Franz-Joseph-Straße 18 | Thöny Eduard | 0 | 0 | |
| 425 m | Franz-Joseph-Straße 18 | Wilke Rudolf | 0 | 0 | |
| 425 m | Leopoldstraße 51 | Wolfskehl Karl | 1900 | 1904 | |
| 428 m | Königinstraße 24 | Althaus Peter Paul | 0 | 0 | |
| 453 m | Leopoldstraße 10 | Hausenstein Wilhelm | 1919 | 1919 | |
| 454 m | Franz-Joseph-Straße 20 | Hartmann Karl Amadeus | 0 | 0 | |
| 462 m | Leopoldstraße 10 | Nemes Marzell | 0 | 0 | |
| 462 m | Leopoldstraße 10 | Herzog Wilhelm | 0 | 0 | |
| 472 m | Georgenstraße 3 | Brenninger Georg | 0 | 0 | |
| 474 m | Mandlstraße 24 | Eliasberg Alexander | 0 | 0 | |
| 480 m | Kaulbachstraße 62 | Schaumann Ruth | 0 | 0 | |
| 483 m | Ainmillerstraße 19 | Keyserling Eduard von | 1901 | 1918 | |
| 484 m | Kaulbachstraße 63 | Brecht Bertold | 1918 | 0 | |
| 487 m | Werneckstraße 24 | Klee Paul | 0 | 0 | |
| 487 m | Werneckstraße 24 | Toller Ernst | 0 | 0 | |
| 489 m | Königinstraße 69 | Althaus Peter Paul | 0 | 0 | |
| 493 m | Kaulbachstraße 63 | Reventlow Franziska zu | 1903 | 1906 | |
| 494 m | Hohenzollernstraße 21 | Münter Gabriele | 0 | 0 | |
| 494 m | Hohenzollernstraße 21 | Obrist Hermann | 0 | 0 | |
| 496 m | Mandlstraße 26 | Kubin Alfred | 1904 | 1906 | |
| 504 m | Friedrichstraße 4 | Marc Franz | 1907 | 1908 | |
| 504 m | Friedrichstraße 4 | Lipps Theodor | 1894 | 1908 | |
| 519 m | Hohenzollernstraße 23 | Pieper Reinhard | 0 | 0 | |
| 521 m | Mandlstraße 28 | Graf Willi | 0 | 1943 | |
| 525 m | Leopoldstraße 59 | Mann Heinrich | 1914 | 1928 | |
| 529 m | Georgenstraße 16 | Thiersch Friedrich von | 1889 | 1921 | |
| 534 m | Leopoldstraße 4 | Die Insel | 0 | 0 | |
| 537 m | Leopoldstraße 4 | Schröder Rudolf Alexander | 0 | 0 | |
| 537 m | Leopoldstraße 4 | Heymel Alfred Walter | 0 | 0 | |
| 545 m | Feilitzschstraße 3 | Klee Paul | 1908 | 1919 | |
| 546 m | Friedrichstraße 2 | Holm Korfix | 0 | 0 | |
| 549 m | Occamstraße 1 | Martov Julij | 0 | 0 | |
| 551 m | Herzogstraße 1 | Reventlow Franziska zu | 1902 | 1902 | |
| 559 m | Ainmillerstraße 28 | Plehn Marianne von | 1913 | 1944 | |
| 563 m | Ainmillerstraße 28 | Plehn Marianne | 0 | 0 | |
| 566 m | Feilitzschstraße 32 | Mann Thomas | 1897 | 1902 | |
| 567 m | Georgenstraße 24 | Brecht Bertold | 1920 | 0 | |
| 567 m | Georgenstraße 24 | Feuchtwanger Lion | 1917 | 0 | |
| 575 m | Konradstraße 11 | Mann Thomas | 1902 | 1904 | |
| 576 m | Ainmillerstraße 30 | Stepun Fedor | 1952 | 1965 | |
| 593 m | Friedrichstraße 1 | Münter Gabriele | 0 | 1904 | |
| 595 m | Friedrichstraße 1 | Kandinsky Wassily | 1901 | 1904 | |
| 597 m | Marktstraße 5 | Mann Thomas | 1898 | 0 | |
| 599 m | Schackstraße 4 | Münter Gabriele | 0 | 0 | |
| 599 m | Friedrichstraße 34 | Langheinrich Max | 0 | 0 | |
| 601 m | Wilhelmstraße 28 | Bleeker Bernhard | 1906 | 1907 | |
| 605 m | Friedrichstraße 34 | Hoffmann Heinrich | 0 | 1945 | |
| 609 m | Ainmillerstraße 32 | Klee Paul | 0 | 0 | |
| 622 m | Leopoldstraße 71 | Thoma Ludwig | 1905 | 1907 | |
| 627 m | Herzogstraße 7 | Reventlow Franziska zu | 1907 | 1908 | |
| 630 m | Ainmillerstraße 34 | Rilke Rainer Maria | 1918 | 1919 | |
| 636 m | Keferstraße 2 | Huch Friedrich | 0 | 0 | |
| 636 m | Keferstraße 2 | Reventlow Franziska zu | 1902 | 1902 | |
| 636 m | Keferstraße 2 | Rilke Rainer Maria | 1915 | 1917 | |
| 636 m | Keferstraße 2 | Bleeker Bernhard | 1907 | 1911 | |
| 654 m | Leopoldstraße 77 | Prell Bally | 1922 | 1982 | |
| 660 m | Ainmillerstraße 36 | Kandinsky Wassily | 0 | 0 | |
| 660 m | Ainmillerstraße 36 | Münter Gabriele | 1908 | 1915 | |
| 661 m | Leopoldstraße 77 | Bonsels Waldemar | 1906 | 1918 | |
| 661 m | Leopoldstraße 77 | Dülfer Martin | 1900 | 1906 | |
| 662 m | Luwigstraße 28 | Haus des Deutschen Rechts | 0 | 1945 | |
| 667 m | Hohenzollernstraße 31 | Ringelnatz Joachim | 1920 | 1930 | |
| 673 m | Akademiestraße 7 | Toller Ernst | 1918 | 0 | |
| 675 m | Herzogstraße 18 | Huch Friedrich | 0 | 0 | |
| 679 m | Franz-Joseph-Straße 37 | Igelhoff Peter | 0 | 0 | |
| 680 m | Georgenstraße 34 | Heymann Werner Richard | 0 | 0 | |
| 700 m | Hohenzollernstraße 56 | May Karl | 0 | 0 | |
| 702 m | Akademiestraße 11 | Toller Ernst | 1917 | 0 | |
| 710 m | Römerstraße 4 | Hoegner Wilhelm | 0 | 0 | |
| 718 m | Herzogstraße 28 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 719 m | Akademiestraße 15 | Zuckmayer Carl | 0 | 0 | |
| 725 m | Akademiestraße 15 | Brecht Bertold | 1923 | 0 | |
| 729 m | Keferstraße 10 | Gulbransson Olaf | 1906 | 1920 | |
| 736 m | Siegfriedstraße 14 | Lenin Iljitsch Uljanow | 1901 | 1902 | |
| 736 m | Clemensstraße 2 | Roda-Roda Alexander | 1906 | 1910 | |
| 736 m | Georgenstraße 27 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 736 m | Georgenstraße 29 | Reventlow Franziska zu | 1897 | 1898 | |
| 740 m | Römerstraße 1 | Pieper Reinhard | 0 | 0 | |
| 743 m | Römerstraße 16 | Wolfskehl Karl | 1909 | 1921 | |
| 746 m | Römerstraße 16 | George Stefan | 1909 | 1916 | |
| 747 m | Akademiestraße 9 | Mühsam Erich | 0 | 0 | |
| 754 m | Franz-Joseph-Straße 42 | Wedekind Frank | 0 | 0 | |
| 755 m | Adalbertstraße 4 | Brenninger Georg | 0 | 0 | |
| 772 m | Bismarkstraße 5 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 776 m | Adalbertstraße 34 | Wedekind Frank | 0 | 0 | |
| 777 m | Rambergstraße 3 | Althaus Peter Paul | 0 | 0 | |
| 777 m | Rambergstraße 3 | Keyserling Eduard von | 1895 | 1899 | |
| 790 m | Kaulbachstraße 41 | Bierbaum Otto Julius | 0 | 0 | |
| 799 m | Georgenstraße 35 | Kandinsky Wassily | 1898 | 1901 | |
| 811 m | Leopoldstraße 87 | George Stefan | 1904 | 1909 | |
| 811 m | Leopoldstraße 87 | Wolfskehl Karl | 1904 | 1909 | |
| 817 m | Keferstraße 12 | Puchner Edmund | 0 | 2014 | |
| 843 m | Kurfürstenstraße 30 | Kieselbach Luise | 1912 | 1929 | |
| 852 m | Kaiserstraße 46 | Lenin Iljitsch Uljanow | 1900 | 1901 | |
| 857 m | Türkenstraße 94 | Elser Georg | 0 | 0 | |
| 861 m | Türkenstraße 81 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 865 m | Amalienstraße 81 | Dietz Elmar | 1923 | 0 | |
| 879 m | Kaulbachstraße 35 | Huch Ricarda | 0 | 0 | |
| 884 m | Kaulbachstraße 35 | Dauthendey Max | 0 | 0 | |
| 903 m | Herzogstraße 52 | Reventlow Franziska zu | 0 | 0 | |
| 913 m | Viktor-Scheffel-Straße 10 | Reger Max | 1907 | 1907 | |
| 914 m | Viktor-Scheffel-Straße 10 | Hausenstein Wilhelm | 1910 | 1911 | |
| 918 m | Antonienstraße 7 | Jüdisches Kinderheim | 1926 | 1942 | |
| 922 m | Viktoriastraße 11 | Falkenberg Otto | 1916 | 1937 | |
| 926 m | Germaniastraße 5 | Heß Rudolf | 1919 | 1919 | |
| 926 m | Destouchesstraße 1 | Derleth Ludwig | 0 | 0 | |
| 930 m | Kaiserstraße 54 | Althaus Peter Paul | 1937 | 1939 | |
| 936 m | Türkenstraße 69 | Wedekind Frank | 0 | 0 | |
| 937 m | Destouchesstraße 3 | Klages Ludwig | 1909 | 1909 | |
| 949 m | Schraudolphstraße 36 München 36 | Graf Oskar Maria | 0 | 0 | |
| 958 m | Herzogstraße 55 | Brachvogel Carry | 1910 | 1942 | |
| 962 m | Leopoldstraße 108 | Mann Heinrich | 1915 | 1915 | |
| 963 m | Blütenstraße 8 | Rilke Rainer Maria | 0 | 0 | |
| 977 m | Pündterplatz 1 | Oehl Erwin | 1931 | 0 | |
| 995 m | Königinstraße 25 | Ziegler Klara | 0 | 0 |